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Ungewohnte Trikots
Darum spielte Pistazien-Portugal gegen Grillkohle-Wales

Portugal - Wales: Pressestimmen
Portugal - Wales: Pressestimmen FOTO: dpa, gh
Düsseldorf. Die Paarung Portugal gegen Wales war schon ungewohnt für ein EM-Halbfinale, die Farbkombination beider Teams steigerte das noch einmal. Mintgrün/Pistazie traf auf Kohlefarben/Lindgrün. Dass das traditionelle Portugal-Rot mit dem Wales-Rot nicht kompatibel war, leuchtet ein. Aber warum mussten beide Teams in ihren Auswärtstrikot auflaufen? "Wer auch immer das entschieden hat, ist ein Feind das Fußballs", war bei Twitter zu lesen. Von Jannik Sorgatz

Laut den Uefa-Regularien besaß Portugal als erstgenanntes Team der Paarung das Recht, in seinen Heimtrikots zu spielen. Deshalb musste Wales auf die dunkle Kombination ausweichen. Doch das war dem Schiedsrichter-Team und der Uefa, die in diesem Fall das letzte Wort haben immer noch zu ähnlich. Das ließ zwar nicht alle Fans jubeln, dafür aber alle mit einer Rot-Grün-Sehschwäche. Anhand des Schiedsrichters in der unteren Bildmitte wird deutlich, was sie gesehen hätten, wenn Rot gegen Dunkelgrau gespielt hätte:

Außerdem war die Farbkombination erträglicher für Menschen mit Schwarz-Weiß-Fernsehern (soll es ja noch geben). 2013 gab es sie nach Angaben der BBC noch in 13.000 englischen Haushalten. Aus Gründen des Aberglaubens war es besonders für Wales bitter, nicht in den traditionellen Farben gespielt zu haben. Das Überraschungsteam kassierte im sechsten Turnierspiel die zweite Niederlage. Die erste gab es in der Gruppenphase gegen England – ebenfalls in den dunkelgrauen Trikots.

Sollte die deutsche Nationalmannschaft ins Finale einziehen, hätte Portugal in Saint-Denis Heimrecht. Rote Trikots und rote Hosen gegen weiße Trikots und schwarze Hosen gingen in der Vergangenheit immer in Ordnung.

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