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Fußball-Rassisten
11 verstörende EM-Fakten für Nazis

Deutscher EM-Kader 2016: 11 verstörende EM-Fakten für Nazis
Emre Can, Mesut Özil und Jerome Boateng - geboren in Frankfurt, Gelsenkirchen und Berlin. FOTO: Markus Gilliar
Schwere Zeiten für rassistische Fans der deutschen Nationalmannschaft. Nicht nur die Fotos dunkelhäutiger Spieler auf Schokoladenpackungen machen ihnen zu schaffen. Auch andere Tatsachen dürften ihnen nicht gefallen. Von Sebastian Dalkowski

  1. Lange ist es her - bei der WM 1998 kam die deutsche Nationalmannschaft zum letzten Mal bei einem großen Turnier ohne Spieler mit Migrationshintergrund aus. Bei der EM 2000 standen Dariusz Wosz und Paulo Rink im Kader.
  2. Mit einem Moslem im Team ist Deutschland bei großen Turnieren immer mindestens bis ins Halbfinale gekommen.
  3. Nationalsozialismus und Erfolg im Fußball gehen leider nicht so richtig zusammen. Während der Nazi-Zeit nahm Deutschland an drei großen Turnieren teil. Bei der WM 1934 wurde die Mannschaft immerhin Dritter, doch bei den Olympischen Spielen 1936 verlor sie unter den Augen von Hitler im Viertelfinale mit 0:2 gegen Norwegen. Bei der WM 1938 schied das Deutsche Reich bereits in der ersten Runde gegen die Schweiz aus.
  4. Gleich zwei Mannschaften der EM 2016 kommen aus Ländern, die mehrheitlich muslimisch sind: Türkei und Albanien.
  5. Wer bei der EM lieber für ein Land halten möchte, dessen Regierung nicht rotgrün-versifft ist, sondern an denen auch Rechtspopulisten beteiligt sind - dem sind Polen, Ungarn und die Schweiz zu empfehlen.
  6. Ein Spieler mit Migrationshintergrund hat für die Nationalmannschaft im Elfmeterschießen noch nie verschossen.
  7. Der Moslem Mesut Özil wuchs im Gelsenkirchener Stadtteil Bismarck auf, benannt nach Otto von Bismarck, dem ersten deutschen Reichskanzler.
  8. Jerome Boateng ist Christ. Er hat sich sogar zwei religiöse Motive tätowieren lassen: Maria und ein Kreuz mit betenden Händen
  9. Im Kader der Weltmeister von 2014 hatten 6 von 23 Spielern einen Migrationshintergrund.
  10. Auch der Kader der Europameister 1996 kam nicht ohne Migrationshintergrund aus. Mehmet Scholl hat einen türkischen Vater, Fredi Bobic kam im heutigen Slowenien zur Welt.
  11. Am Ende bleibt trotz der Özils und Khediras auch Rassisten nichts anderes übrig, als für Deutschland zu halten: In allen anderen Mannschaften spielen ausschließlich Ausländer.
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