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EM-Berichterstattung
ARD und ZDF gönnen sich Privatjets in Frankreich

Fragen und Antworten zur Rundfunkgebühr
Fragen und Antworten zur Rundfunkgebühr FOTO: dpa, dan soe sab
Düsseldorf. Der Widerstand gegen den Rundfunkbeitrag steigt in der Bevölkerung. In diesem Zusammenhang scheint es wenig feinfühlig zu sein, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Moderatoren und Techniker, die von der EM berichten, in einem Privatjet durch Frankreich reisen lässt.

Einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge reist eine bis zu dreißig Personen starke Mannschaft dabei quer durch das Land. Vom Trainingslager in Evian zum jeweiligen Spielort – und danach natürlich wieder zurück.

Um die Strecken dann schnell bewältigen zu können, hat man sich offenbar für die Variante "Privatjet" entschieden. Man fliegt dem Bericht zufolge mit einem speziell für diesen Zweck angemieteten Charterjet.

Die "FAZ" fragte beim WDR – dem zuständigen Sender für die technische Koordination von ARD und ZDF bei der EM – an, ob diese Lösung die kostengünstigste sei. Die Antwort lautet demnach kurz und knapp: Ja, ist sie. Und die Kosten hielten sich in Grenzen. Die Kosten belaufen sich auf 14.000 Euro pro Strecke und rund 400 Euro pro Person, wie der WDR am Abend in einer Presseerklärung bekannt gibt.

Die Entourage der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF ist für die Übertragung der Spiele Deutschlands und (abgesehen von sechs Ausnahmen, die bei Sat.1 gezeigt werden) auch allen anderen Partien der Europameisterschaft zuständig.

 

(felt)
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