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EM-Gruppenauslosung
Deutschland droht Duell gegen Italien schon in der Vorrunde

Einzelkritik: Chancentod Reus, nervenstarker Müller
Einzelkritik: Chancentod Reus, nervenstarker Müller FOTO: afp, bb
Düsseldorf. Weltmeister Deutschland gehört bei der Auslosung der EM 2016 am 12. Dezember in Frankreichs Hauptstadt Paris zu den gesetzten Teams. Das DFB-Team wird dank seines guten Uefa-Koeffizienten neben England, Portugal und Belgien aus Topf eins gelost, in dem sich zudem Spanien als Titelverteidiger und Frankreich als Gastgeber befinden. Das gab die Uefa am Mittwoch bekannt.

Italien, Russland, die Schweiz, Österreich und Kroatien befinden sich in Topf zwei, den sechsten Platz wird abhängig vom Ausgang der Play-offs (12. und 17. November) Bosnien-Herzegowina, die Ukraine oder Tschechien einnehmen. Auf jeden Fall in Topf vier werden Island, Wales, Albanien und Nordirland landen.

Die drohenden Duelle mit schweren Gegnern wie Deutschland oder Spanien sorgten in Italien für Enttäuschung und Ärger. "Wir haben 24 Punkte in der Qualifikation geholt, und es ist schwierig zu erklären, warum wir nicht zu den Gruppenköpfen gehören", klagte Nationaltrainer Antonio Conte nach dem 2:1 (0:1) im letzten Qualifikationsspiel gegen Norwegen am Dienstagabend. Italien reichte der Sieg gegen Norwegen nicht für eine Verbesserung, weil Belgien seine Partie gegen Israel ebenfalls gewann. Maßgeblich für die Einteilung der Lostöpfe ist das Nationen-Ranking der Uefa.

"Manche Dinge sind wirklich schwer zu verstehen", kritisierte Conte die Einstufung seines Teams. "In den letzten 13 Spielen haben wir achtmal gewonnen, viermal Remis gespielt und nur einmal verloren, im Freundschaftsspiel gegen Portugal." Der viermalige Weltmeister reist zudem als EM-Zweiter nach Frankreich. Präsident Carlo Tavecchio hatte bereits angekündigt, bei der Uefa eine Änderung der Regularien zur Einteilung anzuregen.

(sid/dpa)
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