| 00.46 Uhr

"Stachel sitzt tief"
Löw will nicht über seine Zukunft sprechen

Frust bei DFB-Team nach dem Aus im Halbfinale
Frust bei DFB-Team nach dem Aus im Halbfinale FOTO: dpa, kno
Marseille. Joachim Löw hat nach dem Halbfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der EM alle Fragen nach seiner persönlichen Zukunft zurückgestellt. "Heute Abend kann ich nicht weit vorausgucken, nicht einmal bis morgen früh. Da sitzt der Stachel doch noch tief. Das ist keinen Gedanken wert heute Abend", erklärte der Bundestrainer nach dem 0:2 des DFB-Teams am Donnerstag gegen EM-Gastgeber Frankreich auf die Frage, ob das EM-Abschneiden in irgendeiner Form seine Zukunftspläne beeinflusse.

Löw hat mit dem DFB noch einen Vertrag bis nach der Weltmeisterschaft 2018. "Joachim Löw wird das Turnier in Ruhe analysieren. Er ist der Weltmeister-Trainer und wird mit Sicherheit den Titel verteidigen wollen. Ich will den Weg mit ihm gerne weitergehen", erklärte DFB-Präsident Reinhard Grindel im Marseille.

Einige Twitterer fanden, Löws Entsetzen gehöre ins Museum:

Wie und wann er das EM-Turnier aufarbeiten werde, sei "schwierig zu beantworten", sagte Löw: "Wir haben im Vorfeld nicht darüber gesprochen, was machen wir, wenn wir verlieren". Zwei, drei Tage nach der Rückkehr in die Heimat werde er seine Assistenztrainer und vielleicht auch ein paar Spieler kontaktieren, "wie wir das Turnier jetzt aufarbeiten", bemerkte der Bundestrainer.

Am 31. August beginnt für die Nationalmannschaft mit einem Testspiel gegen Finnland die neue Saison. Ob Löw dann wieder auf der Bank sitzt, kommentierte der 56-Jährige im ZDF mit der Aussage: "Ich denke mal." Es werde "ein bisschen" dauern, bis er sich vom Schock des EM-Ausscheidens erholt habe.

(seeg/dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

EM 2016: Jogi Löw stellt Fragen zu seiner Zukunft zurück


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.