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Ex-Münchner
Luca Toni befürchtet Trauma für die Nationalmannschaft

EM 2016: Luca Toni befürchtet Trauma für die deutsche Nationalmannschaft
Der Ex-Münchner Luca Toni FOTO: dpa, mum sja
Montpellier. Nach Ansicht des früheren Bayern-Stürmers Luca Toni ist es für Italiens Nationalelf im EM-Viertelfinale gegen Deutschland fundamental wichtig, kein frühes Tor zu kassieren.

"Wenn wir das vermeiden, wird es die Partie, die wir uns erhoffen", sagte der ehemalige italienische Nationalspieler dem "Corriere dello Sport" (Freitag). "Ich erwarte ein großartiges Spiel", ergänzte er.

Der 39-Jährige, der nach der abgelaufenen Saison seine Karriere beendet und zweieinhalb Jahre für den FC Bayern München gespielt hat, hält Deutschland für den Favoriten. "Immer wenn Deutschland auf Italien getroffen ist, waren sie Favorit, und sie haben es trotzdem nicht geschafft", sagte er. "Daran erinnern sie sich jetzt und wenn sie noch einmal verlieren würden, wäre es ein Trauma für sie."

Die Partie werde er gemeinsam mit seiner Familie und Freunden anschauen, sagte der Weltmeister von 2006. "Italien gegen Deutschland ist immer eine Partie mit großem Reiz, vor allem in einem EM-Viertelfinale." Die italienische Mannschaft habe ihn bislang bei dem Turnier sehr beeindruckt. "Ich sehe eine großartige Gruppe aus Spielern, die immer alles geben, und einen Trainern, der sie zum Maximum treibt", lobte der frühere Weltklasse-Stürmer. "Wenn sie gegen Deutschland gewinnen, sind sie ein Favorit auf den Titel."

De Rossi rechtzeitig fit?

Italiens angeschlagner Mittelfeldspieler Daniele De Rossi hofft Medienberichten zufolge derweil auf eine Blitz-Genesung für einen Einsatz im EM-Viertelfinale gegen Deutschland. Der Zustand des Fußball-Profis vom AS Rom verbessere sich, De Rossi arbeite intensiv an seinem Comeback, berichteten italienische Medien am Freitag übereinstimmend. Nationaltrainer Antonio Conte will demnach erst in letzter Minute entscheiden, ob er De Rossi in der Partie am Samstag gegen Weltmeister Deutschland in Bordeaux von Beginn an bringt.

Der 32-Jährige hatte sich am Montag im EM-Achtelfinale gegen Spanien ein Hämatom am linken Oberschenkel zugezogen, auch der Muskel ist betroffen. Teamarzt Enrico Castellacci hatte erklärt, die Zeit bis zum Spiel gegen Deutschland sei sehr knapp. Da De Rossis Ersatz Thiago Motta mit einer Gelb-Sperre fehlt, müsste Conte im Falle eines Ausfalls des Profis im zentralen Mittelfeld improvisieren.

(dpa)
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