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Außenverteidiger gesucht
Lahm-Comeback bei EM ist laut Bierhoff "ausgeschlossen"

Oliver Bierhoff: Comeback von Philipp Lahm bei EM ausgeschlossen
Oliver Bierhoff glaubt nicht an ein Comeback von Philipp Lahm im DFB-Team. FOTO: dpa, mau ss lof
München. Oliver Bierhoff glaubt nicht daran, dass sich Weltmeister Philipp Lahm zu einem Comeback bei der Europameisterschaft 2016 überreden ließe.

"Ich habe mit ihm vor einiger Zeit gesprochen, aber nicht konkret über dieses Thema. Wer Philipp kennt, wer seine Aussagen liest, wer auch persönlich mit ihm spricht, der weiß, dass das ausgeschlossen ist. Das sollten wir auch respektieren", sagte der DFB-Teammanager im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Fotos: Philipp Lahm – Top-Außenverteidiger, Musterschüler, Weltmeister-Kapitän FOTO: dpa, gh

Der inzwischen 32 Jahre alte Lahm hatte seine Länderspielkarriere nach dem Gewinn des WM-Titels 2014 in Brasilien beendet. Im Finale gegen Argentinien (1:0) absolvierte der Defensivakteur des FC Bayern München sein 113. Länderspiel für Deutschland. Auch das Ende seiner Profilaufbahn hat Lahm bereits fest für Juni 2018 angekündigt, wenn sein Vertrag beim deutschen Rekordmeister in München ausläuft.

Bundestrainer Joachim Löw ist für die EM nach wie vor auf der Suche nach einem Topmann für die Position des rechten Außenverteidigers. "Dass wir an der Position weiter arbeiten müssen, ist klar", erklärte Löw am Ende der EM-Qualifikation zu der Thematik: "Wir hatten da einen Weltklasseverteidiger, Philipp Lahm." Der Münchner war als Außenverteidiger - ob links oder rechts - von 2004 bis 2014 lange Stammspieler und Leistungsträger der Nationalmannschaft.

Derweil sieht Bierhoff Spanien als Vorbild für die deutschen Weltmeister. "Die Spanier haben es von 2008 bis 2012 über einen längeren Zeitraum geschafft, ihre Qualität hoch zu halten und zu bestätigen", sagte er.

DFB: Die Außenverteidiger der Ära Löw FOTO: dpa, nic cul soe jai

Erfolgshunger und Teamgeist sind für Bierhoff wichtige Bausteine für weitere Turniertriumphe in den kommenden Jahren. Die Einstellung sei 2014 in Brasilien entscheidend gewesen. "Bei der Weltmeisterschaft war zu spüren, dass sich niemand diese einmalige Chance entgehen lassen wollte. Jeder bei uns hat sich voll in das WM-Projekt eingebracht", erklärte der 47-Jährige und mahnte: "Im Schongang geht das nicht, das haben wir in der EM-Qualifikation gesehen."

Die Spanier hatten nacheinander bei der EM 2008, der WM 2010 und der EM 2012 triumphiert. Die Motivation müsse auch für die deutschen Spieler nach dem WM-Titelgewinn lauten, weiterhin stets "der Beste sein zu wollen", sagte Bierhoff: "Das macht Champions aus."

Dem Manager ist dabei ebenso wie Löw bewusst, dass auf die Weltmeister wie Thomas Müller in den kommenden drei Jahren mit dem EM-Turnier 2016, dem Confederations Cup 2017 und der WM 2018 sehr hohe Belastungen zukommen werden. "Das ist schon ein Mammutprogramm für die Nationalspieler", bemerkte Bierhoff.

Als Topfavoriten auf den EM-Titel 2016 sieht der 47-Jährige neben Deutschland und Titelverteidiger Spanien Gastgeber Frankreich: "Der Heimvorteil kann erdrückend sein, meistens aber ist er förderlich und setzt weitere Kräfte frei. Wir rechnen ganz stark mit Frankreich."

(areh/dpa)
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