| 11.18 Uhr

Rudelgucken bei der EM
Merkel-Puppe und Fahnenmeer - die Public-Viewing-Party beginnt

EM 2016: Hier gibt es Public Viewing in Mönchengladbach
EM 2016: Hier gibt es Public Viewing in Mönchengladbach FOTO: Reichartz,Hans-Peter
Mit dem ersten EM-Spiel der Weltmeister fällt auch der Startschuss für die Public-Viewing-Partys in Deutschland.

Geschminkte Gesichter, laute Tröten und ein Fahnenmeer in schwarz-rot-gold - in Deutschland steigt mit Beginn der Fußball-EM auch wieder das Party-Fieber. Pünktlich zum ersten Spiel der deutschen Elf am Sonntag gegen die Ukraine (21.00 Uhr/ARD/im Live-Ticker) öffnen die Public-Viewing-Partys ihre Pforten. Vereinstrikots sind verpönt!

Auch wenn der Ansturm wegen der Terrorgefahr und Sicherheitsbedenken nach Einschätzungen einiger Experten nicht ganz so groß ausfallen dürfte wie noch zur WM 2014, rechnen die Party-Macher mit gutem Besuch. Allein am "Hotspot" im Berliner Tiergarten vor dem Brandenburger Tor werden mehrere Hunderttausend Fans erwartet.

Auf der Straße des 17. Juni sind sämtliche Spiele der deutschen Mannschaft sowie ab dem Achtelfinale alle K.o.-Spiele zu sehen. Eine 80 qm große Videowand am Brandenburger Tor sowie sechs Großleinwände längs der Straße sollen die Massen anlocken. Live-Acts wie Culcha Candela runden das Programm ab.

EM 2016: Hier gibt's Public Viewing in Düsseldorf FOTO: Bretz, Andreas

Die Tore sind am Spieltag jeweils von 13.00 Uhr bis gegen Mitternacht geöffnet. Selbst Angela Merkel stattete der Fan-Meile einen Besuch ab - allerdings nur als Kopie aus Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. In Fußball-Kluft, mit Deutschland-Fahne auf den Schultern und die Hände zur obligatorischer Raute geformt, stimmte die Kanzlerpuppe auf die große Fußball-Party ein und diente als beliebtes Foto-Motiv für die Touristen rund um den Pariser Platz.

Doch nicht nur dort können Fans gemeinsam Fußball genießen. Auch in anderen deutschen Großstädten hat König Fußball das Zepter übernommen. In Hamburg lockt das traditionelle Fan-Fest auf dem Heiligengeistfeld mit Besucherrekorden. Dank der Namenspartnerschaft mit einer Discountkette können bis zu 70.000 Fans die Spiele der Deutschen auch in diesem Jahr wieder gratis sehen. Besonderer Service für die große türkischstämmige Gemeinde: Zwei der drei Spiele ihrer Nationalmannschaft werden ebenfalls live gezeigt.

Natürlich darf auch in Frankfurt/Main, der Stadt der DFB-Zentrale, Public Viewing nicht fehlen. Die Arena der Eintracht öffnet zu den Spielen mit deutscher Beteiligung ihre Pforten für 45.000 Interessierte.

Hier gibt es Public Viewing im Rhein-Kreis Neuss FOTO: A. Woitschützke

In Nürnberg wird die mehr als 100 qm große Leinwand auf dem Gelände des Nürnberger Flughafens zu finden sein, Bier- und Bratwurstdunst werden sich mit Kerosinduft vermischen. Man rechnet mit ca. 20.000 Fans - ausschließlich die DFB-Spiele werden gezeigt.

Mia san mia - das gilt für die bayerische Landeshauptstadt München auch beim Public Viewing. Denn als einziger der großen Veranstalter wechselt München im Laufe des Turniers den Ort des Geschehens. Während die ersten beiden DFB-Partien noch auf einer schwimmenden Leinwand im See des Olympiaparks von 12.000 Fans verfolgt werden können, geht es fürs Gruppenfinale in die ehemalige gute Stube des Serienmeisters: ins Olympiastadion. Dann bilden bestenfalls 37.000 Menschen die passende Kulisse.

(sid)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Public Viewing zur EM 2016: Die Party beginnt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.