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EM 2016
Uefa lässt in Lille einen neuen Rasen verlegen

EM 2016: Uefa lässt in Lille einen neuen Rasen verlegen
Nach dem 0:0 von Gastgeber Frankreich gegen die Schweiz am 19. Juni hatten beide Trainer den Zustand des Rasens angeprangert. FOTO: afp
Lille . Wie schon 2008 bei der EM in Österreich und der Schweiz tauscht die Uefa im laufenden Turnierbetrieb einen Rasen aus. Das Stadion in Lille soll vor dem Achtelfinale eine neue Spielfläche bekommen.

Der viel kritisierte kaputte Rasen im EM-Stadion von Lille wird ausgetauscht. Das gab die Europäische Fußball-Union am Dienstag bekannt. Direkt nach der Partie zwischen Italien und Irland am Mittwoch werde die Spielfläche im Stade Pierre Mauroy abgetragen. Bis zum Freitag solle dann der neue Rasen verlegt sein, hieß es in der Uefa-Mitteilung. Schuld an den Schäden seien die widrigen Wetterbedingungen wie Regen, Feuchtigkeit und fehlendes Sonnenlicht.

Zuletzt hatten die Teams von Gastgeber Frankreich und der Schweiz den Rasen in Lille heftig kritisiert. Nach dem 0:0 sprach der Schweizer Trainer Vladimir Petkovic von einer "Schande". Frankreichs Trainer Didier Deschamps nannte die "Verhältnisse nicht gut". Die Uefa hatte zuvor Probleme bei drei Stadien eingeräumt: Neben der Arena in Lille gab es auch in Marseille und im Stade de France in Saint-Denis Schwierigkeiten mit dem Boden. Im Stade Vélodrome in Marseille hatte kurz vor der EM noch ein Konzert der Rockgruppe AC/DC stattgefunden.

Der neue Rasen für Lille wird aus den Niederlanden in den Norden Frankreichs transportiert und soll am Freitagnachmittag verlegt sein. In Lille stehen noch ein Achtelfinale am 26. Juni sowie ein Viertelfinale am 1. Juli auf dem Turnierplan. In Marseille und in Saint-Denis zahlen sich die Reparaturarbeiten laut Uefa bereits aus. "Diese Plätze sollten in einigen Tagen wieder in gutem Zustand sein", teilte der Dachverband mit.

Bereits bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz hatten die Organisatoren zu der rigorosen Maßnahme eines Rasentauschs im laufenden Turnierbetrieb gegriffen. Damals wurde in Basel nach heftigem Regen während der Partie zwischen der Schweiz und der Türkei am Tag darauf der Rasen ausgetauscht. Das anschließende Viertelfinale bestritten Deutschland und Portugal (3:2) auf einem neuen Platz.

(sid)
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