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EM 2024
Fünf Städte aus NRW kämpfen um Zuschlag

Diese Stadien erhalten Zuschlag für EM 2024
Diese Stadien erhalten Zuschlag für EM 2024 FOTO: dpa, rwe hae hpl
Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Köln und Mönchengladbach: Fünf Städte aus NRW bewerben sich mit ihren Stadien um die Austragung der EM 2024. Bis Montag müssen die Unterlagen eingereicht sein.

Nordrhein-Westfalen will sich bei der möglichen Europameisterschaft 2024 in Deutschland wieder als Kernland des Fußballs präsentieren. Die fünf NRW-Städte Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Köln und Mönchengladbach sind mit ihren Stadien Kandidaten als Spielorte des Turniers, um dessen Austragung sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bewirbt.

Bis Montag müssen die Städte ihre Unterlagen offiziell beim DFB eingereicht haben. Der Verband will bis Mitte September zehn mögliche EM-Austragungsorte für seine Kandidatur auswählen. Insgesamt ist mit 14 Bewerberstädten zu rechnen.

"Mönchengladbach gibt eine blitzsaubere Bewerbung ab"

"Mönchengladbach gibt eine blitzsaubere Bewerbung ab und nun hoffen wir sehr, dass sich unser Wunsch, die EM 2024 nach Mönchengladbach zu bekommen, erfüllen wird", erklärte der Gladbacher Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Gemeinsam mit Rolf Königs, Präsident des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, übergab Reiners am Donnerstag das Bewerbungsdossier an eine fußballbegeisterte Gladbacher Familie mit dem Auftrag, alle Unterlagen am Freitag in der DFB-Zentrale abzugeben.

Die Städte Dortmund, Düsseldorf und Gelsenkirchen bekräftigten ebenfalls, dass sie ihre Kandidatur einreichen. In Dortmund bestätigte ein Stadtsprecher am Freitag, dass die EM-Bewerbung auf dem Weg zum DFB sei. Die Stadt hatte wegen anfänglicher Unklarheiten über die finanziellen Risiken ihre Bewerbung zunächst zurückgestellt. Erst nach Gesprächen unter anderem mit dem DFB befürworteten Verwaltung und Politik die Bewerbung und stellten dafür in den vergangenen Tagen die Weichen. Dortmund erwartet bei einer EM-Beteiligung etwa 100 Millionen Euro Umsatz, unter anderem durch Touristen.

Düsseldorf lädt zur Pressekonferenz

Düsseldorf geht mit der Esprit-Arena ins Rennen und lud zu einer Pressekonferenz für kommenden Dienstag ein. Dann wollen Oberbürgermeister Thomas Geisel und seine Mitstreiter die Vorzüge der Landeshauptstadt als Spielort erläutern. Schon im Mai hatte es in Düsseldorf einen entsprechenden Ratsbeschluss zur Bewerbung gegeben. "Wir wollen den Zuschlag und werden der EM 2024 eine traumhafte Kulisse bieten. Düsseldorf kann Großveranstaltungen und hat die Expertise, technisches Know-how mit besonderem Flair zu verbinden", erklärte Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.

In Gelsenkirchen entschied am Donnerstagabend der Hauptausschuss der Revierstadt, dass die Bewerbung mit der Veltins-Arena als Spielstätte des Bundesligisten FC Schalke 04 abgegeben wird. Nach Angaben eines Stadtsprechers rechnet Gelsenkirchen bei einer positiven Entscheidung mit ähnlichen finanziellen Belastungen wie bei der Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land. Damals investierte die Stadt rund fünf Millionen Euro, profitierte aber auch von Fördergeldern für eine verbesserte Infrastruktur durch das Land. So bekam Gelsenkirchen eine neue Abfahrt an der Autobahn A42.

(lnw)
 
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