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"Noch keinen Urlaub gebucht"
Schottland lauert auf deutschen Ausrutscher

EM-Qualifikation: Schoittland hofft auf deutschen Ausrutscher
Schottlands Trainer Gordon Strachan macht sich Hoffnungen auf die EM-Qualifikation. FOTO: dpa, rwe fux hak
Hamburg. Hinter Polen und Deutschland machen sich in Gruppe D auch noch Schottland und Irland Hoffnungen auf ein EM-Ticket. Vor allem die "Bravehearts" lauern auf einen Ausrutscher der Favoriten.

Mutig, entschlossen, siegessicher: Die "Bravehearts" starten voller Zuversicht in den heißen Herbst der EM-Qualifikation. Vor dem Doppel-Spieltag in Georgien und am Montag in Glasgow gegen Deutschland (20.45 Uhr/Live-Ticker) träumen die Schotten von der ersten Teilnahme an einem großen Turnier seit 18 Jahren.

"Ich habe für nächsten Sommer noch keinen Urlaub gebucht. Ich erwarte, dass wir dann in Frankreich sind. Daran glaubt jeder in der Mannschaft zu 100 Prozent", sagte Verteidiger Russel Martin vor der Partie am Freitagabend in Tiflis: "Die beiden Spiele in Georgien und dann am Montag gegen Deutschland werden richtungweisend sein."

Die Ausgangsposition ist günstig: Vier Spieltage vor Ultimo lauert Schottland mit elf Punkten nur zwei Zähler hinter dem deutschen Team und drei hinter Spitzenreiter Polen. "Natürlich würden wir uns gerne qualifizieren, aber jeder der Top 3 kann die Gruppe noch gewinnen", sagte der Schotten-Coach Gordon Strachan dem Kicker.

Die starken Auftritte in der bisherigen Qualifikation (3 Siege, 2 Remis, 1 Niederlage) sorgen für neues Selbstbewusstsein auf der Insel - und so schickte Strachan im Vorfeld des Georgien-Spiels schon mal eine kleine Kampfansage gen Deutschland. "Im Vorfeld waren die Deutschen natürlich Favorit, immerhin sind sie Weltmeister und qualifizieren sich eigentlich für jedes Turnier. Aber nach den starken Auftritten der Polen, Iren und auch von uns haben auch sie es schwer", sagte der 58-Jährige.

Vor dem Deutschland-Spiel gilt es allerdings, die Pflichtaufgabe in Georgien zu meistern. Schon einmal fuhren die Schotten unter ähnlich guten Vorzeichen nach Tiflis: Nach zwei Siegen in der EM-Qualifikation 2007 gegen Frankreich setzte es beim krassen Außenseiter eine bittere 0:2-Pleite - und die Endrunde 2008 in Österreich und der Schweiz fand ohne die Briten statt. "Das war damals ein wirklich furchtbares Ergebnis für unser ganzes Land", sagte Stürmer Shaun Maloney, der schon damals für die Blau-Weißen auf dem Platz stand.

Auch in Irland lebt der Traum von der EM-Teilnahme. Mit einem Sieg im Auswärtsspiel beim Fußball-Zwerg Gibraltar dürften die "Boys in Green" ihr Punktekonto auf zwölf Zähler aufstocken. Gewinnt die Mannschaft um Sturm-Ikone Robbie Keane auch das anschließende Heimspiel am Montag gegen Georgien, wäre sogar die direkte Qualifikation als eines der beiden besten Teams der Gruppe D plötzlich wieder ein Thema.

"Natürlich hoffen wir auf einen Ausrutscher der anderen Teams", sagte Co-Trainer Roy Keane: "Erstmal müssen wir aber unseren eigenen Job erledigen."

(sid)
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