| 08.47 Uhr

EM 2024
EM-Bewerbung soll demokratische Rechte brechen

Diese Stadien erhalten Zuschlag für EM 2024
Diese Stadien erhalten Zuschlag für EM 2024 FOTO: dpa, rwe hae hpl
Düsseldorf. Es gibt Ärger rund um die deutsche Bewerbung für die Fußball-EM 2024. Kritiker merken an, dass der DFB bei den Vergabe-Kriterien für mögliche Austragungsorte gegen die Verfassung verstoßen haben könnte.

Von den 14 deutschen Städten, die sich als Austragungsorte bewarben, wählte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zehn als mögliche Spielorte aus. Vorab verlangte die Europäische Fußball-Union (Uefa) von allen die Unterzeichnung einer Erklärung, von der sie nicht mehr zurücktreten können. Kritiker sprechen von verfassungswidrigen Verpflichtungserklärungen. Es geht unter anderem um Steuerbefreiungen und Demonstrationsrechte.

"Die Garantien, die die Uefa von der Bundesregierung bzw. den Bewerberländern und Städten fordert, gehen weit über das hinaus, was demokratisch vertretbar ist", sagte Özcan Mutlu, sportpolitischer Sprecher der Grünen im Deutschen Bundestag im Gespräch mit dieser Redaktion. Die Grünen haben dazu ein kleine Anfrage im Bundestag gestellt. "Der DFB selbst hält das ganze offenbar nicht für ein Problem, redet es lieber klein und setzt die Städte unter Druck, alle Forderungen kritiklos zu unterschreiben. Wir fordern absolute Transparenz und hoffen, dass der DFB die richtigen Lehren aus WM-Skandal 2006 gezogen hat!"

Die Entscheidung über die EM-Vergabe fällt im September 2018. Einziger Konkurrent ist die Türkei.

(gic/erer)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Fußball-EM 2024: EM-Bewerbung soll demokratische Rechte brechen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.