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Reus, Balotelli und Co.
Diese Stars schauen bei der EM nur zu

Diese Stars fallen bei der EM aus
Diese Stars fallen bei der EM aus FOTO: dpa, woi lof fux nic
Marco Reus ist nicht der einzige Star, der die EM verpasst. Einige Größen des europäischen Fußballs werden vor dem TV sitzen - aus unterschiedlichen Gründen.

Verletzt, verschmäht oder einfach in die Tage gekommen - wie Marco Reus sind zahlreiche Top-Stars des Fußballs bei der EM in Frankreich zum Zuschauen verdammt. Während bei den DFB-Assen Reus, Ilkay Gündogan sowie Belgiens Kapitän Vincent Kompany der Körper streikt, gerät die Ausbootung von Angreifer Karim Benzema beim Gastgeber immer mehr zum Politikum. In Italien wird "Super"-Mario Balotelli ordentlich zurechtgestutzt.

Nach seinem endgültigen Aus für die Heim-EM sitzt bei Champions-League-Sieger Benzema der Frust tief. "Er hat sich dem Druck eines rassistischen Teils von Frankreich gebeugt", sagte der Stürmer von Real Madrid der Marca und deutete an, dass nicht allein sportliche Gründe Didier Deschamps veranlasst haben, ihn nicht in der Kader der Grande Nation zu berufen - sondern die Wahlerfolge des rechtspopulistischen Front National.

Dabei waren Benzemas Chancen auf die EURO bereits massiv gesunken, nachdem bekannt wurde, dass er dabei geholfen haben soll, seinen Nationalmannschaftskollegen Mathieu Valbuena mit einem Sexvideo zu erpressen. Neben Benzema verzichtete Deschamps auch auf Franck Ribéry (FC Bayern), zudem muss er ohne seinen verletzten Abwehrchef Raphael Varane (Real Madrid) auskommen. "Jetzt kommt es umso mehr auf das Kollektiv an", sagte Deschamps.

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Dass die Niederländer Arjen Robben (FC Bayern) und Wesley Sneijder (Galatasaray Istanbul) die EM verpassen, war ja schon nach der desaströsen Qualifikation klar, der ehemalige Bundesliga-Profi Edin Dzeko (AS Rom) scheiterte mit Bosnien in den Play-offs. Aber nun müssen die Fans auch auf die genialen Pässe und sensationellen Freistöße von Andrea Pirlo verzichten. Der Alt-Star lässt es in New York für Nationaltrainer Antonio Conte ein bisschen zu lasch angehen.

"Als er entschieden hat, in Amerika zu spielen, wusste er, dass das fußballerische Konsequenzen haben kann", sagte Conte, der als Disziplinfanatiker gilt. Deshalb lässt er auch Enfant terrible Balotelli zu Hause. "Er muss noch so, so, so viel beweisen", sagte Conte über den Mann vom AC Mailand, der vor vier Jahren Deutschland aus dem Turnier geschossen hatte, seitdem aber tief gefallen ist.

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Beim Titelverteidiger Spanien fährt Trainer Vicente del Bosque überraschend mit nur zwei Spielern von Real Madrid (Sergio Ramos und Lucas Vazquez) nach Frankreich - nicht dabei sind 40-Millionen-Mann Javi Martínez (FC Bayern) und Fernando Torres. Der Angreifer von Atlético Madrid hatte die Iberer 2008 zum Titel geschossen und auch 2012 beim Final-Triumph über Italien getroffen.

Reus, Balotelli und Co. bleibt in Frankreich also nur die ungeliebte Zuschauerrolle. Aber zumindest Belgiens Kompany hat sich damit bereits abgefunden. "Ich bin jetzt der leidenschaftlichste Fan", sagte der Innenverteidiger von Manchester City. Schließlich gelten die "Roten Teufel" auch ohne ihren Kapitän als Mitfavorit.

(sid)
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