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Gesundheitskampagne
Rauchen im Stadion wird bei EM strafbar

Fotos: Bordeaux nimmt Abschied vom Stade Chaban-Delmas
Fotos: Bordeaux nimmt Abschied vom Stade Chaban-Delmas FOTO: afp, NT-rt
Eine Nichtberücksichtigung des Rauchverbots in den Stadien bei der EM 2016 in Frankreich ist strafbar. Dies teilte Jacques Lambert, der Chef des französischen Organisationskomitees, am Donnerstag mit. Zu der Höhe möglicher Strafen machte Lambert aber noch keine Angaben.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) wird den Konsum jeglicher Tabak-Produkte auch in den Außenbereichen der Stadien untersagen. Das Rauchverbot ist Teil der Uefa-Kampagne "Respektiere deine Gesundheit" und soll auch für alle offiziellen Fanfeste im Rahmen des Turniers gelten. Umgesetzt werden soll das strikte Rauchverbot vor allem durch die rund 6500 freiwilligen Helfer bei der EURO, die dafür eine eigene Schulung erhalten. Schon bei der EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine hatte vor und in allen Stadien Rauchverbot geherrscht.

In Frankreich rauchen 30 Prozent der Bevölkerung, rund 70.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen. Die Sozialkassen werden durch Tabakkonsum mit 47,7 Milliarden Euro jährlich belastet. Der Preis einer Packung Zigaretten stieg von 2000 bis heute von drei auf sieben Euro - ohne abschreckende Wirkung.

Ungeachtet eines Rauchverbots in den Stadien läuft der Vorverkauf für das Turnier mit 24 Mannschaften glänzend. Bevor die erste Verkaufsphase von Eintrittskarten am Freitag endet, sind knapp zehn Millionen Vorbestellungen für die eine Million zur Verfügung stehenden Tickets eingegangen. Der Losvorgang wird mehrere Tage dauern. Die Gewinner dürfen mit einer Nachricht bis Ende des Monats rechnen.

(sid)
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