Thielemann und Matyus zurück: Energie fürchtet Strafe für Geyer
zuletzt aktualisiert: 13.09.2000 - 17:45Cottbus (dpa). Der FC Energie Cottbus fürchtet, in den nächsten Spielen auf Eduard Geyer auf der Trainerbank verzichten zu müssen. Dem 55-jährigen Chefcoach des Bundesliga-Neulings droht nach seiner erneuten Verbannung vom Spielfeldrand in der Partie gegen Eintracht Frankfurt (2:0) eine Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB). "Ich gehe davon aus, dass es eine Sperre geben wird und der Trainer auf die Tribüne muss", sagte Energie-Manager Klaus Stabach am Mittwoch. Seit Geyer am 1. Juli 1994 das Traineramt bei den Lausitzern übernahm, erhielt er von den Unparteiischen bereits sieben Platzverweise wegen zu heftigen Reklamierens.
"Man muss den aktuellen Fall sehen. Ich hatte gerade mal eine Ermahnung vom Linienrichter erhalten, weil ich die Coaching-Zone verlassen habe", schilderte Geyer die Situation in der Partie gegen Frankfurt. Das sei zudem noch in einer Szene gewesen, als Moussa Latoundji mit einer Kopfverletzung auf dem Rasen behandelt wurde. Als er sich das nächste Mal lautstark über eine Abseitsstellung erregte, wurde Geyer von Schiedsrichter Jürgen Aust (Köln) in der 88. Minute auf die Tribüne geschickt. "Zuletzt musste ich vor einem Jahr auf die Tribüne", wehrte sich der Trainer gegen eine Bank-Sperre. Zudem habe er niemanden beleidigt. Im letzten Fall hatte Geyer eine Geldstrafe erhalten.
Vor dem nächsten Bundesliga-Spiel beim SC Freiburg kehrten Ronny Thielemann und Janos Matyus, die zuletzt verletzt fehlten, ins Training zurück. Weiter nicht trainieren konnte der Brasilianer Franklin Bitencourt (Achillessehnen-Probleme). Zudem sind Christian Beeck (Oberschenkel-Operation) und Witold Wawrzyczek (Kreuzbandriss) in der Rehabilitation.
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