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Europa League
Hummels warnt vor den Aufholjagd-Spezialisten aus Porto

Fotos: BVB-Fans präsentieren eindrucksvolle Choreopgraphie auf der Südtribüne
Fotos: BVB-Fans präsentieren eindrucksvolle Choreopgraphie auf der Südtribüne FOTO: dpa, gki hpl
Porto. Porto - eine Zwischenstation? Die Reise von Borussia Dortmund in der Europa League soll am Douro noch lange nicht zu Ende gehen.

Der vierte Tag der Woche ist nach dem germanischen Donnergott benannt - und Thomas Tuchel will es am Donnerstag regelmäßig krachen lassen. "Das muss unser Tag werden! Das ist unser Anspruch", sagte der Trainer von Borussia Dortmund vor dem Rückspiel in der Europa League beim portugiesischen Spitzenklub FC Porto am, ganz klar, Donnerstagabend (21.05 Uhr/Live-Ticker).

Der 25. Februar soll dabei nur der erste Termin im Kalender, Porto nur die erste Hürde sein. "Wir können einen langen Weg gehen", sagte Tuchel. Lukasz Piszczek träumt schon sehr früh davon, "am Ende einen Pokal in den Händen zu halten".

Nach dem 2:0 im Hinspiel steht die Chance zumindest für den Einzug ins Achtelfinale bestens, auch wenn alle ihrer Warnpflicht nachkommen. "Wir sind noch lange nicht durch", betonte Mats Hummels vor dem Abflug am Mittwochvormittag.

Im Hinspiel ist der BVB extrem dominant aufgetreten, Porto war schwach. Viel gibt es nicht, was für einen Einbruch spricht, wenn überhaupt, dann vielleicht das: Tuchel muss seine Innenverteidigung umstellen. Sokratis, an Hummels' Seite sonst gesetzt, fällt für drei Wochen mit einem Muskelfaserriss aus. Neven Subotic wird ein fast gleichwertiger Ersatz sein.

Tuchel erwartet im "Stadion des Drachen" (Estadio Dragao) erheblich mehr Gegenwehr als im Hinspiel. "Wir brauchen noch mal eine Topleistung, um weiterzukommen. Porto bekommt Qualität zurück", sagte er, hat aber den Plan bereits im Hinterkopf: "Ja. Darauf werden wir uns vorbereiten." Rechtsverteidiger Maxi Pereira und Mittelfeldspieler Danilo Pereira haben ihre Gelbsperre abgesessen.

Mit Aufholjagden kennen sich die Portugiesen jedenfalls aus. Zum dritten Mal innerhalb von drei Wochen drehte der 27-malige Meister am Sonntag beim 3:2 gegen Moreirense ein Spiel - diesmal nach einem 0:2-Rückstand. "Porto wird zu Hause mutig auftreten. Unser Ziel wird sein, ein Tor zu schießen. Dann wird es für sie ganz schwer", sagte Hummels. Die Gastgeber müssten in diesem Fall vier Tore erzielen.

Damit rechnet niemand. Und dennoch, sagt Sportdirektor Michael Zorc: die Ausgangslage könnte komfortabler sein. Mehrere Großchancen hatte der BVB in der heimischen Arena am Donnerstag ausgelassen, "wir hätten ein, zwei Treffer mehr erzielen sollen". So aber ist das Rückspiel mehr als nur ein Ausflug - und vielleicht der erste in der langen Reihe von Donnerstagen auf dem Weg zum Endspiel in Basel.

Die Fans haben es schon vorgemacht. "Das Album vollenden, ihr habt's in den Händen", forderten sie in ihrer Choreographie vor dem Hinspiel. Der BVB könnte der fünfte Verein nach dem FC Bayern, Juventus Turin, Ajax Amsterdam und dem FC Chelsea werden, der alle drei Europapokale gewinnt.

(ems/sid)
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