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Startelf-Einsatz in der Europa League
Hofmann sticht die Dortmunder Prominenz aus

BVB gewinnt knapp in Wolfsberg
BVB gewinnt knapp in Wolfsberg FOTO: dpa, hkt ss
Klagenfurt. Das Thema Völkerverständigung, das ja auch ein schönes und wichtiges im europäischen Fußball-"Geschäft" sein kann, nahmen die Wolfsberger ernst. Vor allem in der Pause, als sie den richtigen Ton für all die mehr als 30.000 Besucher im ausverkauften Wörtherseestadion fanden. Von Martin Beils

Sie ließen Olaf Henning aus Mülheim an der Ruhr "Komm, hol das Lasso raus" singen. Das passt, wenn der Ruhrpott kocht und wenn die Alpenhütte brennt. So gesehen war alles in Ordnung zwischen dem österreichischen Kleinstadtklub Wolfsberger AC und dem europäischen Schwergewicht Borussia Dortmund rund um das Play-off-Hinspiel der dritten von vier Runden, die in die Europa League führt.

Und auch der 1:0-Sieg der Westfalen beförderte die freundschaftliche Atmosphäre im urlaubsgestimmten Kärnten. Die Wolfsberger blamierten sich nicht, und der BVB gestaltete die Partie so, dass das Rückspiel nächsten Donnerstag auch noch seinen Reiz hat.

Trainer Thomas Tuchel relativierte den schwachen Auftritt seiner Elf in der letzten halben Stunde, als sie den Gegner mit einigen Nachlässigkeiten stark machte, indem er auf die Strapazen des erst vier Tage zuvor beendeten Trainingslagers in der Schweiz hinwies. Nächste Woche werde sich eine andere, deutlich frischere BVB-Elf zeigen, kündigte er an.

Ein paar Gewinner ließen sich aber auch in der unter dem Strich ereignisarmen Partie ausmachen. Zuvorderst der aus Freiburg gekommene Torwart Roman Bürki, der sich in entscheidenden Momenten hellwach präsentierte. Mit größer Selbstverständlichkeit füllte der frühere Münchner Löwe Julian Weigl, der mit seiner Ablöse von 2,5 Millionen Euro heutzutage als Schnäppchen bezeichnet werden muss, den Part an der Seite von Ilkay Gündogan im defensiven Mittelfeld. Und Jonas Hofmann, unter Jürgen Klopp einer von vielen im breiten Kader, machte nicht nur durch seinen Treffer auf sich aufmerksam.

Tuchel wollte Hofmanns Nominierung nicht "als Fingerzeig" für künftige Formationen verstanden wissen. Aber wenn die eigentlich höher eingeschätzten Shinji Kagawa und Kevin Kampl zunächst zu seinen Gunsten draußen bleiben, ist das schon ein Statement und Vertrauensbeweis des Trainers.

Quelle: RP
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