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Europa League
Legia-Gastspiel in Albanien nach Steinwurf abgebrochen

Steinwurf in Tirana - Quali-Spiel abgebrochen
Steinwurf in Tirana - Quali-Spiel abgebrochen FOTO: dpa, ab ss
Tirana. Ein Steinwurf hat am Donnerstag zum Abbruch des Europa-League-Qualifikationsspiels zwischen Albaniens Vizemeister KF Kukesi und dem polnischen Vizemeister Legia Warschau geführt.

Unmittelbar nach Legias 2:1-Führungstreffer in der 51. Minute wurde Warschaus Mittelfeldspieler Ondrej Duda getroffen und ging zu Boden. Nach Angaben der Gäste wurde der Stein aus dem Heimblock geworfen. Dudas Mitspieler zeigten Schiedsrichter Stephan Klossner das Wurfgeschoss. Nach Legia-Angaben entschied der Uefa-Delegierte eine Viertelstunde nach dem Steinwurf gegen Duda, dass der Schweizer Schiedsrichter die Partie nicht mehr anpfeifen sollte, da die Sicherheit nicht gewährleistet werden könne.

Duda selbst musste am Spielfeldrand behandelt werden und erhielt einen Kopfverband. Der Mittelfeldspieler kehrte auf das Spielfeld zurück und wollte weitermachen, doch der Unparteiische zog die einzig richtige Konsequenz.

Bereits unmittelbar nach dem 1:0-Führungstreffer für Legia durch Nemanja Nikolic in der 29. Spielminute waren Wasserflaschen auf das Spielfeld geflogen.

Vereinsangaben zufolge erlitt Duda keine schwereren Verletzungen. Auf einem Foto des Vereins aus der Nacht zum Freitag war er mit einem Kopfverband zu sehen und telefonierte vor dem Rückflug.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) muss nun über den Fall entscheiden. Kukesi droht eine Niederlage am Grünen Tisch, möglicherweise aber sogar ein Ausschluss von den europäischen Vereinswettbewerben.

(sid/dpa)
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