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Schobesberger trifft im Fallen
Österreich jubelt über verstolpertes "Traumtor"

Fotos: Rapid-Stürmer erzielt Stolpertor des Jahres
Fotos: Rapid-Stürmer erzielt Stolpertor des Jahres FOTO: Screenshot Sky
Pilsen. Dank vier Siegen aus vier Gruppenspielen steht der österreichische Erstligist Rapid Wien vorzeitig in der K.o-Runde der Europa League. Dass davon ganz Europa Notiz nimmt, liegt aber weniger an der starken Serie, als am Tor, das den Wienern den entscheidenden Sieg sicherte. Von Antje Rehse

Beim 2:1 bei Viktoria Pilsen erzielte Philipp Schobesberger beide Treffer für die Gäste. Bemerkenswert war dabei sein Tor zum 2:1, das im Internet europaweit für Lacher und Bewunderung sorgt. "Stolpertor", "Sturztor", "Slapstick-Tor", "verrücktestes Tor aller Zeiten", "bester Move, seit es Fußball gibt" – so richtig weiß niemand, wie genau er die Szene aus der 77. Minute bezeichnen soll.

Das war passiert: Schobesberger lief nach einem hervorragend ausgespielten Konter alleine auf den Pilsener Torwart Matus Kosazik zu. Doch plötzlich verließen den Rapid-Stürmer die Kräfte – und die Motorik. Ohne jegliches Einwirken eines Gegenspielers kam Schobesberger ins Straucheln und fiel zu Boden. Sein Bein bekam er trotzdem noch an den Ball und stolperte, im wahrsten Sinne des Wortes, das Spielgerät am Keeper der Gastgeber vorbei.

"Ein Traumtor. Natürlich war es Absicht", sagte Schobesberger nach dem Spiel im Interview mit "laola1". "Ich wollte eigentlich rechts vorbeigehen, bin dann aber ausgerutscht. Irgendwie ist der Ball dann vom linken Fuß ins Tor gegangen." 

Sein Trainer konnte sich ein Schmunzeln ebenfalls nicht verkneifen, war aber dennoch voll des Lobes. "Er war sehr müde, war von Krämpfen geplagt und ist einfach nur umgefallen und gestolpert, hat aber im Endeffekt das Richtige gemacht. Er ist einfach ein Schlitzohr", sagte Zoran Barisic.

Mitspieler Stefan Schwab bezeichnete den Doppeltorschützen kurzerhand als "Rotzbua". Als er die Szene vom Spielfeld aus gesehen habe, habe er an ein Eigentor eines Verteidigers geglaubt, berichtete Schwab, der sich eine kleine Stichelei gegen den Stolperer nicht verkneifen konnte: "Ich habe ihn nur ausrutschen gesehen und habe mir gedacht: Hat er schon wieder keine Stollen an?"

Schobesberger wird's egal sein, schließlich ist er nicht nur Matchwinner, sondern nun auch ein gefeierter Internet-Hit. 

Sehen Sie auf diesen Bildern, wie es zu dem Stolpertor kam.

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