| 23.00 Uhr

Nikosia - Schalke 0:3
Souveräne Schalker lassen auf Zypern nichts anbrennen

Nikosia - Schalke
Nikosia - Schalke FOTO: afp, FC
Nikosia. Nach dem Abschied aus der Champions League ist Schalke 04 mit einem souveränen Pflichtsieg in Europas zweite Klasse gestartet. 191 Tage nach dem spektakulären 4:3 bei Real Madrid im letzten Spiel in der Königsklasse setzten sich die Gelsenkirchener in der Europa League bei Apoel Nikosia problemlos mit 3:0 (2:0) durch.

Joel Matip per Kopf (28.) und Klaas-Jan Huntelaar mit seinen Pflichtspieltoren 109 und 110 für die Königsblauen (35./71.) sorgten für einen Start nach Maß in der Gruppe K bei Zyperns Meister. Nach drei Spielzeiten in Folge und sechs der letzten zehn Jahre in der Champions League fiel Schalke der Wechsel in die zweite Liga nur in der Anfangsphase schwer, dann dominierte der Bundesligafünfte nach Belieben. Nikosias Tomas De Vincenti sah in der 77. Minute die Rote Karte.

Schalkes Trainer Andre Breitenreiter hatte bei seinem Europapokaldebüt an der Seitenlinie seine Mannschaft gegenüber dem 2:1 am Sonntag gegen den FSV Mainz 05 nur auf einer Position umgestellt. Für den erkrankten Eric Maxim Choupo-Moting rückte Jungstar Leroy Sane (19) in die Startelf. Zehn Minuten vor dem Abpfiff kam der im Mai noch suspendierte Sidney Sam zu seinem ersten Einsatz nach seiner Begnadigung.

Zunächst musste Schalke häufiger den Rückwärtsgang einlegen als erwartet. Ein Fernschuss von Max Meyer an die Latte (8.) war in den ersten 20 Minuten die einzige gefährliche Offensivaktion.

Reaktionen: "In allen Belangen schwer getan"

Dann jedoch erhöhten die Gäste den Druck: Auch Johannes Geis traf aus fast 30 Metern die Latte (22.), Meyer scheiterte am früheren Aachener Zweitligatorwart Boy Waterman (26.), ehe Matip den Bann brach. Wie gegen Mainz köpfte Kameruns Nationalspieler den Ball nach einer Flanke von Geis ins Netz. Huntelaar erhöhte mit seinem 47. Europapokaltor. Genauso oft hat Nikosia bislang im Europacup getroffen.

Auch nach der Pause erspielte sich das Team von Breitenreiter, der als Spieler mit dem Hamburger SV und Hannover 96 Europacup-Erfahrungen sammelte, die klareren Torchancen. Im Abschluss fehlte allerdings die Konzentration. Einem Treffer von Leon Goretzka verweigerte der französische Schiedsrichter Tony Chapron die Anerkennung, weil Huntelaar im Abseits stand und Waterman die Sicht nahm.

Auf der anderen Seite hatten die Schalker Glück, dass Chapron nach einem Bodycheck von Matip im Strafraum nicht auf Elfmeter entschied. Als Huntelaar sein 48. Europacuptor erzielte, war die Entscheidung gefallen.

(sid)
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