| 23.11 Uhr

Europa League
Klopp und Liverpool bestehen Prüfung im Old Trafford

Manchester - Liverpool
Manchester - Liverpool FOTO: afp
Jürgen Klopps Traum vom ersten Titel mit dem FC Liverpool nimmt immer konkretere Formen an. Beim Rekordmeister Manchester United erkämpften sich die Reds des deutschen Teammanagers im Achtelfinal-Rückspiel der Europa League ein 1:1 (1:1) und verteidigten damit erfolgreich den 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel.

Bei der Auslosung des Viertelfinals am Freitag besteht für Klopp eine weitere Chance auf ein Aufeinandertreffen mit seiner alten Liebe Borussia Dortmund.

Im hochklassigen 196. Vergleich der beiden erfolgreichsten englischen Vereinsmannschaften sorgte Philippe Coutinho (45.) für das eminent wichtige Auswärtstor der Reds, nach dem United vier Tore zum Weiterkommen benötigt hätte. 50-Millionen-Mann Anthony Martial hatte Manchester zuvor in Führung gebracht (32./Foulelfmeter) und die Fans im ausverkauften Old Trafford von der Wende träumen lassen.

Nach einer ereignisarmen Anfangsviertelstunde gewann United, bei dem Nationalmannschaftskapitän Bastian Schweinsteiger in der 70. Minute eingewechselt wurde, die Kontrolle über das Spiel und drängte vehement auf die Führung. Nachdem Jesse Lingard noch freistehend an Liverpools Keeper Simon Mignolet gescheitert war (19.), erzwang Martial nach gut einer halben Stunde im Zweikampf mit Nathaniel Clyne einen Foulelfmeter, den er selbst verwandelte.

Klopp geriet an der Seitenlinie nach dem Rückstand in Rage und trieb seine Spieler gestenreich nach vorne. Die ließen nach einem kurzem Schock Taten folgen: Nach Daniel Sturridges Freistoß an die Latte (35.) ließ der Brasilianer Coutinho das "Theatre of Dreams" quasi mit dem Pausenpiff verstummmen, als er Guillermo Varela auswackelte und United-Keeper David de Gea aus spitzem Winkel schlecht aussehen ließ. Nationalspieler Emre Can, der aus der Abwehr ins Mittelfeld beordert wurde, leitete den Treffer ein.

Nach dem Seitenwechsel warf der umstrittene United-Teammanger Louis van Gaal alles nach vorn. Mit hohen Bällen auf den langen Maroune Fellaini sollten die Tore zum Weiterkommen erzwungen werden. Der Belgier selbst vergab in der 60. Minute eine der besten Gelegenheiten gegen die leidenschaftlich verteidigenden Liverpooler, für die nach dem Aus im FA-Cup, der Niederlage im Ligapokal-Finale und aufgrund einer durchwachsenen Liga-Saison die Europa League die letzte verbliebene Titelchance ist.

(sid)
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