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Einen Tag vor Europa-League-Finale
Manchester United nach Bombenanschlag unter Schock

Video: Schweigeminute: Terroranschlag schockiert United
Manchester/Solna. Der Bombenanschlag in Manchester mit vielen Toten hat einen Tag vor dem Finale der Europa League auch das Team des Favoriten Manchester United erschüttert. Das Spiel in Stockholm findet jedoch statt. Die Uefa hat keine Hinweise auf eine mögliche Gefährdung.

Einen Tag vor dem Europa-League-Endspiel zwischen Manchester United und Ajax Amsterdam hat der Bombenanschlag in Manchester vor allem den englischen Rekordmeister zutiefst schockiert. Im Gedenken an die 22 Todesopfer legten Spieler und Trainer am Dienstag während ihres Abschlusstrainings vor dem Finale eine Schweigeminute auf ihrem Klubgelände in Carrington ein. "Wir stehen zusammen", hieß es in einer Twitter-Botschaft dazu. Eine für den Abend am Endspiel-Ort Stockholm vorgesehene Pressekonferenz mit Trainer José Mourinho wurde auf Wunsch des Vereins abgesagt.

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Mourinho erklärte: "Wir sind alle sehr traurig über die Ereignisse der letzten Nacht. Die Opfer und ihre Familien sind in unseren Köpfen und Herzen. Aber wir haben einen Job zu erledigen und fliegen nach Schweden, um genau dies zu tun."

Auch die Europäischen Fußball-Union Uefa, Endspiel-Gegner Ajax Amsterdam und der Lokalrivale Manchester City brachten ihre Betroffenheit und ihr Mitgefühl zum Ausdruck. "Von Amsterdam mit Liebe zu Manchester. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Angehörigen der Betroffenen", twitterte der Klub aus Amsterdam. Der frühere Man-United- und heutige Real-Madrid-Star Cristiano Ronaldo postete ein Bild von der britischen Flagge mit der Aufschrift "MANCHESTER".

Betroffenheit beim Training von Manchester United FOTO: afp

Das Endspiel im Stockholmer Vorort Solna wird am Mittwochabend (20.45 Uhr/Live-Ticker) dennoch wie geplant stattfinden. Die Uefa teilte am Dienstag auf ihrer Homepage mit, derzeit keine Hinweise der Sicherheitsbehörden zu haben, nach denen dieses Match in der Friends Arena das Ziel von Angriffen sein könnte.

In Stockholm selbst hatte es erst am 7. April dieses Jahres einen Anschlag gegeben, als ein Lastwagen in die Fußgängerzone der schwedischen Hauptstadt raste. Seitdem sei das Risiko einer terroristischen Attacke bei der Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort sowie dem schwedischen Fußball-Verband besonders berücksichtigt worden. Es sei bereits "eine Reihe zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt" worden, heißt es in der Stellungnahme der Uefa.

Fotos: Zahlreiche Opfer nach Explosion bei Popkonzert FOTO: ap

Verbands-Präsident Aleksander Ceferin erklärte dazu am Dienstag: "Ich bin zutiefst traurig über den schrecklichen Terroranschlag in Manchester in der vergangenen Nacht. Es schockiert mich, dass so viele unschuldige Menschen ihr Leben verloren haben, und ich möchte mein Beileid an die Familien der Betroffenen übermitteln."

Bei dem Anschlag auf ein Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande waren in der Nacht nach jüngsten Polizeiangaben 22 Menschen – darunter auch Kinder – getötet worden. 59 Personen wurden verletzt.

Manchester United gab am Dienstag auch bekannt, dass zahlreiche Fans, Klub-Angestellte und auch Kinder von Partner-Schulen der Manchester United Stiftung das Konzert besucht hätten. "Meine Gedanken und Gebete sind bei allen, die davon betroffen sind", schrieb der englische Nationalspieler und United-Star Wayne Rooney bei Twitter.

Auch beim Lokalrivalen Manchester City herrscht nach dem Anschlag tiefe Betroffenheit. "Es erfüllt uns mit großer Traurigkeit, dass wir von den schrecklichen Ereignissen in der Arena hören müssen. Unsere Herzen sind bei allen Betroffenen und den Notdiensten unserer Stadt", schrieb der Verein via Twitter.

(dpa/sid)
 
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