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FC PlayFair-Aktion
"Fußball-Fankultur" soll Weltkulturerbe werden

Anhänger marschieren vom Fan-Haus in die Altstadt
Anhänger marschieren vom Fan-Haus in die Altstadt FOTO: Theo Titz
Berlin. Der Verein "FC PlayFair! Verein für Integrität im Profifußball" hat Großes vor: Die "Fußball-Fankultur" soll zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt werden, um sie damit zu einem schützenswerten Kulturgut zu machen.

Ein entsprechender Antrag wurde an die UNESCO gestellt.

"Wir haben uns gefragt: Wem gehört eigentlich der Fußball? Gehört der überhaupt jemandem? Und wenn ja, gehört er dann nicht auch den Fans, die ins Stadion gehen?", sagte Claus Vogt, Gründer und 1. Vorsitzender des FC PlayFair!.

In dem Antrag heißt es: "Die Schutzfunktion durch die Aufnahme in das UNESCO-Verzeichnis würde beispielhaft demonstrieren, dass der Fußball nicht alleine den Verbänden und Investoren gehört, sondern grundsätzlich jedem, der sich dafür begeistert, aktiv oder passiv."

Im Mai dieses Jahres hatte der FC PlayFair! die "Situationsanalyse Profifußball 2017" veröffentlicht. In dieser wissenschaftlichen Studie wurden 17.330 Fußballfans aller Vereine der ersten und zweiten Bundesliga zu den Problemen im deutschen Profifußball befragt. Im Ergebnis stand als Hauptproblem das primäre Streben im Profi-Fußball nach noch mehr Geld, und über 83 Prozent aller Befragten warnten den Profifußball davor, sich noch weiter vom Fan zu entfernen.

Der PlayFair-Mitbegründer und Studien-Verantwortliche André Bühler sagt: "Genau an dieser Stelle, am wichtigsten Ergebnis unserer Studie, setzt der UNESCO-Antrag an. Wir sind überhaupt nicht gegen Kommerzialisierung, ganz im Gegenteil, ein gesundes Maß an wirtschaftlichem Denken ist wichtig im Fußball. Allerdings darf die Kommerzschraube nicht überdreht werden, und die Fans dürfen infolgedessen nicht auf der Strecke bleiben. Denn Fußball funktioniert nicht ohne Fans."

(cbo/sid)
 
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