1. Bundesliga 16/17
| 19.32 Uhr

Vorletztes Heimspiel mit Augsburg?
FCA-Coach Weinzierl auf Abschiedstournee

Fotos: Diese aktuellen Trainer sind am längsten im Amt
Fotos: Diese aktuellen Trainer sind am längsten im Amt FOTO: dpa, row htf
Augsburg. Markus Weinzierl sitzt beim FC Augsburg im Punktspiel am Freitagabend gegen den 1. FC Köln voraussichtlich zum vorletzten Mal in einem Heimspiel auf der Trainerbank der Schwaben. Alle Anzeichen deuten auf einen Wechsel zum Ligarivalen Schalke 04 hin.

Für Markus Weinzierl läuft der Countdown: Beim Punktspiel von Bundesligist FC Augsburg am Freitagabend (20.30 Uhr/Live-Ticker) gegen den 1. FC Köln sitzt der 41-Jährige aller Voraussicht nach zum vorletzten Mal bei einem Heimspiel auf der Trainer-Bank der Schwaben.

Weinzierl-Wechsel zu Schalke im Sommer 2016?

Seit Tagen jedenfalls verdichten sich die Anzeichen für seinen Wechsel am Saisonende zum Augsburger Ligarivalen Schalke 04 immer mehr zur Gewissheit. Einzig die letzten theoretischen Zweifel am Klassenerhalt seiner Mannschaften haben die durchaus spektakuläre Personalie bisher noch nicht weiter hochkochen lassen.

Obwohl im Mittelpunkt von Spekulationen über den teuersten Trainer-Wechsel der Bundesliga-Geschichte, geht Weinzierl mit der nicht alltäglichen Situation offenkundig ausgesprochen professionell um. "Er hat immer noch den gleichen Willen, die perfekte Ansprache", erzählte Torhüter Marwin Hitz zuletzt in der Augsburger Allgemeinen von der täglichen Trainingsarbeit mit seinem Vorgesetzten. Nach Ansicht des Keepers wird Weinzierl seine vierjährige Tätigkeit bei den Fuggerstädtern auch mit Anstand zu Ende führen: "Ich denke, das wird er auch so beibehalten."

Fünf Millionen Euro Ablöse scheinen gefordert

Der Moment der Wahrheit indes rückt immer näher. Längst kursieren Medienberichte über Ablöseverhandlungen zwischen Augsburg und Schalke. Angeblich soll die FCA-Führung dabei für die Freigabe ihres Coaches aus dem noch bis 2019 laufenden Vertrag die Rekordsumme von fünf Millionen Euro fordern. Augsburgs Manager Stefan Reuter sieht sich in den Gesprächen mit den Königsblauen, wo Weinzierl trotz aller Möglichkeiten auch auf einem Schleudersitz Platz nehmen würde, in einer Position der Stärke: "Es gibt einen Vertrag. Deswegen haben wir das Heft des Handelns in der Hand."

Weil Schalke aber offenbar unbedingt außer mit dem künftigen Manager Christian Heidel auch durch Weinzierls Verpflichtung einen radikalen Neuanfang anstrebt, müssen Reuter und das FCA-Präsidium auch einen Plan B verfolgen. Schon werden mehrere Namen als Weinzierl-Nachfolger gehandelt. Die besten Karten soll momentan Markus Kauczinski, der am Saisonende bei Zweitligist Karlsruher SC scheidende "DFB-Trainer des Jahres", haben. Neben Kauczinski wurde außerdem jüngst Dirk Schuster vom ebenfalls noch nicht ganz geretteten Überraschungs-Team Darmstadt 98 als Kandidat genannt.

Kauczinski und Schuster die Trainer-Kandidaten

Sowohl Kauczinski, der mit dem KSC in der vergangenen Saison erst in der Relegation die Rückkehr ins Oberhaus verpasste, als auch Schuster würden jedenfalls bestens ins Anforderungsprofil der Augsburger passen. Beide haben schon bewiesen, aus vergleichsweise wenigen Möglichkeiten viel machen zu können. Ein Händchen auch für jüngere Spieler wird beiden ebenfalls bescheinigt. Kurz: Unabhängig vom persönlichen Stil könnten Kauczinski und Schuster Weinzierls Arbeit ohne größere Brüche im Sinne der Augsburger Philosophie fortsetzen.

Was allein allen noch fehlt, ist endgültige Planungssicherheit. Doch die Zeit der Ungewissheit scheint überschaubar: Weinzierls dürfte seine Entscheidung spätestens am 14. Mai bei der Begegnung mit dem Hamburger SV verkünden - nach seinem voraussichtlichen letzten Heimspiel auf Augsburgs Bank.

(spol/sid)
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