1. Bundesliga 16/17
| 11.02 Uhr

Höwedes analysiert Schalke-Krise
"Dürfen uns jetzt nicht in Selbstmitleid ertränken"

Fotos: Benedikt Höwedes – Schalker, Allrounder, Weltmeister
Fotos: Benedikt Höwedes – Schalker, Allrounder, Weltmeister FOTO: afp, vel
Gelsenkirchen. Kapitän Benedikt Höwedes vom Bundesliga-Tabellenletzten Schalke 04 setzt auf den Teamgeist, um die Talfahrt im Fußball-Oberhaus zu beenden.

"Ich glaube, das Schlimmste, das wir jetzt machen können, ist, uns in Selbstmitleid zu ertränken und mit der Situation zu hadern. Jetzt sind wir als Typen gefragt, an dieser Situation zu wachsen, auch als Mannschaft", sagte der Weltmeister im Sport1-Interview. Die augenblickliche Krise "ist eine Mentalitätsfrage".

Wenn jemand versuche, sich alleine dagegenzustemmen, "funktioniert das nicht", so der Abwehrspieler, "wenn sich einer wichtiger nimmt als die Mannschaft, funktioniert es auch nicht. Die Mannschaft muss geschlossen als Einheit herauskommen und jeder muss für den anderen auf dem Platz arbeiten. Dann schaffen wir das auch".

Am Donnerstag (19 Uhr/Live-Ticker) haben die Königsblauen in der Europa League gegen den österreichischen Meister RB Salzburg die Chance, wieder einen Sieg einzufahren. Im ersten Europacup-Gruppenspiel bei OGC Nizza hatte es einen 1:0-Erfolg gegeben.

In Nizza habe S04 gezeigt, was in der Mannschaft stecke. "Wir hatten eine hohe Mentalität, eine große Laufbereitschaft und einen guten Zug zum Tor. Wenn wir das wieder umsetzen, werden wir auch gegen Salzburg gewinnen und auch danach erfolgreich sein", betonte der 28-Jährige. Aber das seien Grundtugenden, "die wir einfach auf den Platz bringen müssen. Das hat zuletzt ein wenig gefehlt".

Höwedes: "Fakt ist, dass etwas passieren muss. Es werden alle möglichen Maßnahmen getroffen, die dazu beitragen können, dass wir aus dieser schwierigen Situation wieder herauskommen. Wenn dazu gehört, die Tabelle in die Kabine zu hängen, dann ist das so."

Höwedes appelliert an die Mitspieler: "Jetzt ist die Zeit gekommen, wo wir alle unseren Mann stehen müssen. Dann kommen einfachste Dinge auch wieder zum Tragen und das Glück kommt wieder zurück. Dann kriegt man auch in der 90. Minute noch einen Elfmeter."

(sid)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Benedikt Höwedes analysiert den Fehlstart des FC Schalke 04


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.