1. Bundesliga 16/17
| 11.52 Uhr

Vor Derby gegen den BVB
Schalke-Trainer Breitenreiter klagt über negatives Image

Porträt: Das ist André Breitenreiter
Porträt: Das ist André Breitenreiter FOTO: dpa, pst cul
Düsseldorf. Vor seinem ersten Revierderby in Gelsenkirchen hat sich Trainer André Breitenreiter über das Ansehen des FC Schalke 04 beklagt.

"Grundsätzlich finde ich, dass die allgemeine Öffentlichkeit den FC Schalke eher negativ und kritisch beäugt, die positiven Dinge hingegen eher mal beiseite scheibt. Dies gilt auch für Aussagen, die wir Verantwortlichen treffen", sagte der Schalker Coach dem "kicker". Beispielsweise sei nach dem besten Saisonstart seit 44 Jahren eher die anschließende Phase, in der es nicht so gut lief, hängengeblieben.

Breitenreiter, der seit Saisonbeginn beim Revierklub arbeitet, gab zu, dass er schon einige Lehren aus seinen ersten neun Monaten gezogen habe. "Ich glaube, dass diese Form der Aufmerksamkeit, die der Klub hat, nahezu einzigartig ist", sagte Breitenreiter. Der Coach kritisiert zudem, dass nach dem Ausscheiden aus der Europa League von außen bewusst schlechte Stimmung erzeugt worden sei. "Über die gesamte Saison hinweg kämpfen wir gemeinsam gegen Widerstände an, für die wir zum Teil, wie aktuell auch, selbst verantwortlich sind. Trotzdem habe wir uns sportlich immer wieder befreit."

Auf Augenhöhe mit dem Revier-Rivalen aus Dortmund sei man aber noch lange nicht. "Das erhoffen wir uns alle, momentan sind wir davon jedoch weit entfernt. Es bedarf Zeit und Geduld, um eine hungrige Mannschaft zu formen, die konstant Topleistungen abruft und in einigen Jahren um Titel mitspielt", betonte der Schalker Trainer. Er stellte klar: "Dortmund wird niemals ein Vorbild für uns sein, wohl aber kann man gewisse Vergleiche ziehen." Der BVB habe "in nicht so einfachen Phasen Ruhe bewahrt, sich zwei, drei Jahre Zeit gegeben, eine Mannschaft zu formen".

(lnw)
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