1. Bundesliga 16/17
| 15.44 Uhr

Königsblau noch ohne Punkte
Null-Tore-Schalke gegen Köln mit dem Rücken zur Wand

Pressestimmen: "Torlos, punktlos, leblos"
Pressestimmen: "Torlos, punktlos, leblos" FOTO: ap, SO
Gelsenkirchen. Punktlos, torlos, trostlos - Schalke "00" will seinen Makel am Mittwoch (20 Uhr/Live-Ticker) im Westschlager gegen den 1. FC Köln unbedingt ablegen und mit allen Mitteln den Befreiungsschlag landen.

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"Wir wollen unseren Fans endlich einen Sieg in der Bundesliga schenken", gab Abwehr-Chef Naldo bereits als Parole aus. Die drei Bundesliga-Auftaktspiele bei Eintracht Frankfurt (0:1), gegen Bayern München (0:2) und bei Hertha BSC (0:2) haben den Druck bei den Königsblauen aber deutlich erhöht. Zumal der FC mit sieben Punkten und 5:0-Toren im Augenblick der sportliche Gegenentwurf zu den Knappen ist.

Trotz des historischen Fehlstarts schätzt Kölns Trainer Peter Stöger Schalke weitaus besser ein, als es die aktuelle Tabellensituation besagt. "Von den Punkten her ist es bei Schalke weit unter Wert. Das wissen wir auch", bemerkte der Österreicher. Schalke sei eine Mannschaft mit großartigen Spielern. "Sie ist aber spät zusammengekommen und braucht Zeit", sagte Stöger. 

Bittencourt fehlt

In Gelsenkirchen muss Stöger auf den offensiven Mittelfeldmann Leonardo Bittencourt verzichten. Der 22-Jährige hat eine Oberschenkelverletzung.

Auch Weinzierl wies am Dienstag nochmal auf den großen Veränderungsprozess auf Schalke hin: "Wir haben nicht nur die Mannschaft verändert, sondern auch den Grundgedanken. Wir wollen agieren. Deshalb ist es wichtig, ein Spiel wie Nizza zu haben, dass jeder merkt, das ist der richtige Weg." Schalke sei aber gefordert, "wir müssen es am Mittwoch besser machen".

Sportvorstand Christian Heidel sagte, ihm sei völlig klar, dass der Druck auf Schalke schneller groß werde als in anderen Bundesligastädten. "Es tut weh, nach dem dritten Spieltag noch keine Punkte zu haben", ergänzte Heidel. "Damit sind wir nicht zufrieden."

Höwedes glaubt an sein Team

Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes glaubt fest daran, dass der eingeschlagene Weg fortgesetzt werden soll: "Ich sehe uns auf dem richtigen Weg. Aber eines ist auch klar: Wir müssen in den kommenden Spielen punkten."

Die Fans von S04 hatten nach den Verpflichtungen einer neuen sportlichen Führung mit Manager Christian Heidel und Trainer Markus Weinzierl sowie Millionen-Investitionen unter anderem in Breel Embolo (FC Basel/22,5) und Benjamin Stambouli (Paris St. Germain/8) sowie in Naldo einen weitaus besseren Start erwartet. Von Unruhe im Klub will Heidel dennoch nichts wissen.

Eine mögliche Alternative für die Anfangsformation gegen die bislang noch ungeschlagenen Kölner ist Olympia-Silbermedaillengewinner Max Meyer. "Er ist ein kreativer Spieler, der in Nizza als Einwechselspieler das Spiel entschieden hat. Wir spielen zu Hause und müssen kreative Lösungen finden", betonte Weinzierl.

Einzige Hoffnungsschimmer sind der 1:0-Erfolg in der Europa League bei OGC Nizza am vergangenen Donnerstag sowie der couragierte Auftritt im ersten Bundesliga-Heimspiel gegen die Bayern. Der Auswärtssieg im Europacup bescherte aber nicht den Durchbruch in der Bundesliga, Schalke steckt tief im Tabellenkeller fest.

Schalke in der Offensive viel zu harmlos

In Berlin blieben die Knappen vor allem in der Offensive sehr harmlos, erspielten sich praktisch keine Torchance. Weinzierl muss hier den Hebel ansetzen, soll gegen die glänzend in die Saison gestarteten Geißböcke die Wende gelingen. "Wir müssen gegen Köln besser agieren, mehr Chancen kreieren und dürfen den Gegner nicht zu Kontern einladen", erläuterte der Coach. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, vor Jahresfrist gewannen die Kölner 3:0 auf Schalke. Hinzu kommt, das Köln hat als einzige Mannschaft in den europäischen Top-Ligen noch kein Tor kassiert hat.

Der Ex-Schalker Marco Höger aufseiten der Kölner "fühlt ein bisschen" mit seinen alten Teamkollegen: "Wenn es da schlecht läuft, ist es nicht immer angenehm, durch Gelsenkirchen zu laufen. Wenn sie nach vier Spielen immer noch null Punkte haben, wird es zum Problem."

(old/sid/dpa)
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