1. Bundesliga 16/17
| 10.26 Uhr

"Situation wird zu sehr dramatisiert"
Heidel sieht englischen Transfer-Wahnsinn gelassen

Porträt: Christian Heidel: Bürgermeister-Sohn, Mainz-Manager, zukünftiger Schalker
Porträt: Christian Heidel: Bürgermeister-Sohn, Mainz-Manager, zukünftiger Schalker FOTO: dpa, ve fdt
Gelsenkirchen. Für Sportvorstand Christian Heidel vom Bundesligisten Schalke 04 steht das deutsche Fußball-Oberhaus trotz der Geldschwemme in der englischen Premier League nicht vor dem Ausverkauf.

"Es sind insgesamt nicht viele Stars von Deutschland nach England gewechselt. Die Situation wird zu sehr dramatisiert. Wir müssen nur zusehen, dass dieses Geld auch innerhalb Deutschlands bleibt", sagte der ehemalige Mainzer Manager bei "kicker.tv - Der Talk" in Zusammenarbeit mit Eurosport.

Klar sei allerdings: "Wenn englische Manager am Telefon sind, dann sind die Summen automatisch höher. Wenn dann innerhalb von Deutschlands verhandelt wird, ist es oftmals schwierig, die höheren Summen aus England auszuklammern."

Der 53-Jährige nahm auch nochmals zum Transfer von Nationalspieler Leroy Sané für 50 Millionen Euro zu Manchester City Stellung. "Sein Marktpreis lässt sich sicherlich begründen, wir hätten auch gerne 60 oder 70 Millionen Euro verlangt", äußerte Heidel.

Allerdings sei irgendwann im Transferpoker eine Grenze mit den Citizens erreicht gewesen, "da Leroy nächste Saison für 20 Millionen weniger eine Ausstiegsklausel besaß". ManCity war ein Transfer eine Saison früher immerhin 20 Millionen Euro Ablöse mehr wert. Rekordmeister Bayern München hatte ihm Wettbieten mit Manchester City um Sané nicht mitgemacht. So landete der Offensivspieler in der Premier League.

(sid)
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