1. Bundesliga 17/18
| 08.30 Uhr

Schalker 1:1 in Wolfsburg
Leroy Sane trifft nach 70-Meter-Solo

Fotos: Wolfsburg - Schalke
Fotos: Wolfsburg - Schalke FOTO: dpa, pst nic
Wolfsburg. Der 19-jährige Stürmer trifft beim 1:1 der Königsblauen in Wolfsburg. Von Dominik Kortus

Ein Traum-Solo von Leroy Sane hat die Torflaute von Schalke 04 nach 323 Minuten fulminant beendet. Dennoch zittern die Königsblauen weiter um die Qualifikation für die Europa League. Nach einem etwas glücklichen 1:1 beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg beträgt der Vorsprung der Schalker auf den siebten Platz nur noch vier Punkte.

Jungstar Sane (19) schnappte sich in der 53. Minute den Ball und setzte zu einem 70-Meter-Lauf an, den er nach einem Pressschlag an der Strafraumgrenze mit einem Linksschuss zur überraschenden Führung abschloss. "Leroy hat wieder unter Beweis gestellt, dass mit ihm zu rechnen ist. Ein Supertor", sagte Sportvorstand Horst Heldt.

Kevin de Bruyne (78.) gelang für die überlegenen Wolfsburger nur noch der Ausgleich. Der Europa-League-Kater hält somit weiter an. Drei Tage nach dem 1:4 gegen den SSC Neapel im Viertelfinal-Hinspiel war das Unentschieden für das Team von Trainer Dieter Hecking ein weiterer Rückschlag.

Hecking hatte in der Startaufstellung auf einen echten Stürmer verzichtet. Bas Dost saß zunächst auf der Bank, Nicklas Bendtner, Torschütze gegen Neapel, stand nicht mal im Kader. Der Däne war eine Stunde zu spät zum Abschlusstraining gekommen und suspendiert worden. Dafür besetzte Weltmeister Andre Schürrle die vorderste Position. Insgesamt wechselte Hecking viermal im Vergleich zum Neapel-Spiel. Sein Gegenüber Roberto Di Matteo bescherte dem erst 19 Jahre alten Innenverteidiger Marvin Friedrich das Startelf-Debüt.

Und die Schalker Abwehr hatte vor 30 000 Zuschauern in der Volkswagen-Arena gleich gut zu tun. Immer wieder versuchten die schnellen Offensivspieler in die Schnittstellen der neu formierten Schalker Innenverteidigung zu stoßen. Zunächst aber ohne Erfolg. Da sich aber auch die Schalker trotz der Torflaute in den letzten Spielen nicht versteckten, entwickelte sich eine ausgeglichene Partie.

Dabei hatten die Schalker auch Glück: Nach einem rüden Einsteigen gegen Vieirinha sah Sead Kolasinac nur die Gelbe Karte. Rot wäre verdient gewesen. Genauso wie ein Wolfsburger Tor noch vor der Pause: Aber je zweimal Perisic und Kevin de Bruyne brachten den Ball nicht im Tor von Ralf Fährmann unter. Die Wolfsburger machten zu Beginn der zweiten Halbzeit da weiter, wo sie aufgehört hatten. Knapp 90 Sekunden nach Wiederanpfiff schoss Ricardo Rodriguez aus 25 Metern an die Latte. Wenig später verpasste de Bruyne eine Hereingabe von Schürrle knapp. Die Wolfsburger gingen teilweise fahrlässig mit ihren Chancen um, das rächte sich, als Sane traf.

Wolfsburg machte weiter Druck, doch Fährmann rettete ein ums andere Mal die Führung. Erneut de Bruyne mit einem Freistoß als auch Schürrle scheiterten am starken Schalker Schlussmann, ehe der Belgier doch noch den Ball zum Ausgleich ins Tor schlenzte. Beste Wolfsburger waren Maximilian Arnold, de Bruyne und Vieirinha, bei Schalke überzeugten Fährmann und Sane.

(sid)
 
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