1. Bundesliga 16/17
| 22.59 Uhr

Nach Wechsel
Jan Delay wettert gegen Di Santo und Schalke 04

Das ist Franco Di Santo
Das ist Franco Di Santo FOTO: dpa, crj fux
Düsseldorf. Die wochenlange Hängepartie um den Wechsel von Franco Di Santo und der Abflug des ehemaligen Stürmers von Werder Bremen in Richtung Schalke 04 hat bei den Werder-Anhängern für Frust gesorgt. So auch bei Musiker Jan Delay, bekennender Fan der Hanseaten.

Er wetterte am Samstagabend in einem Tweet gegen den Argentinier, Schalke und das Fußball-Geschäft. "scheiss geld, scheiss unloyalität, scheiss söldner, scheiss schalke, scheiss gazprom", schrieb der Musiker. Jan Delay war dabei zwar nicht der einzige, wohl aber der prominenteste Werder-Fan, dem der Wechsel inklusive Nebengeräusche sauer aufstieß. Der Tenor: Es sei nicht grundsätzlich die Tatsache, dass der Stürmer den Verein wechsle. Sondern vor allem das Wie.

Der 26 Jahre alte Stürmer hatte am Samstagvormittag zunächst den Bremern mitgeteilt, dass er ein Angebot zur Vertragsverlängerung seines 2016 auslaufenden Vertrags nicht annehmen und stattdessen die Option seiner Ausstiegsklausel nutzen und den Verein verlassen werde. Wenige Stunden später war der Wechsel nach Schalke perfekt. Die festgeschriebene Ablösesumme beträgt nach Angaben von Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin sechs Millionen Euro.

Eichin war dementsprechend enttäuscht, dass der Verein so kurzfristig von dem Wechsel in Kenntnis gesetzt wurde. "Es war vereinbart, dass uns frühzeitig signalisiert wird, ob er bleiben möchte oder nicht. Jetzt ist alles sehr, sehr kurzfristig. Von diesem Verhalten bin ich alles andere als begeistert", sagte Eichin gegenüber "Bild.de" sowie dem TV-Sender Sky.

Di Santo fühlte sich nach der Kritik berufen, am Samstagabend in den sozialen Netzwerken einen Abschiedsbrief an seinen bisherigen Arbeitgeber zu veröffentlichen. "Ich erwarte nicht, vollkommen verstanden zu werden, ich hoffe aber, in Erinnerung zu bleiben als ein Spieler, der trotz vieler Schwierigkeiten immer das Beste gegeben hat", schrieb Di Santo.

Es falle ihm schwer, Abschied zu nehmen. Er werde den Verein immer lieben. "Aber im Leben muss man ab und zu Entscheidungen treffen, die uns schwer fallen, und nun musste ich es tun, da es ein weiterer Schritt in meiner Karriere und eine persönliche Entwicklung ist", erklärte Di Santo.

Jan Delay ruderte kurz nach seinem Wut-Tweet wieder zurück. Zunächst entschuldigte er sich: "da ist dann wohl der frust mit mir durchgegangen. das mit schalke nehm ich zurück. ich mag schalke eigentlich. den rest lass ich stehen".

Danach twitterte er ein Foto, das ihn gemeinsam mit Schalkes Julian Draxler zeigt. Wenig später legte er nochmals mit den Worten nach: "...emotionen.. verbale inkontinenz.. sorry @s04 !! ihr könnt ja gar nix dafür.. ich bin halt ein loyalitäts-romantiker." Letztendlich nahm Schalke 04 die Entschuldigung des Musikers an.

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