1. Bundesliga 16/17
| 08.21 Uhr

Bundesliga
Schalke siegt und springt auf den vierten Platz

FC Schalke 04 - Hannover 96
FC Schalke 04 - Hannover 96 FOTO: dpa, mjh kno
Gelsenkirchen. Der FC Schalke 04 bietet eine der größten Fußballbühnen der Republik. Der Sport wird hier zelebriert - ganz gewiss von den Fans, die Akteure auf dem Rasen sind meistens zumindest ebenfalls darum bemüht.

In der praktischen Umsetzung hat die königsblaue Anhängerschaft die Messlatte extrem hoch gehängt. Vor dem Anpfiff gegen Hannover 96 wurde in der Nordkurve eine Choreographie im XXXL-Format präsentiert. In vier Kapiteln haben Fans versucht darzustellen, was den Verein so besonders macht: Es ging um den Mythos, um Wachstum und Erfolge, Turbulente Zeiten, Titel und Träume. Man musste fast befürchten, dass es hernach nicht ganz so hochklassig weiter zur Sache gehen würde. So kam es auch, spektakulär war es aber allemal. Am Ende besiegte der FC Schalke sehr solide den Gast aus Niedersachsen 3:1.

Bei den Knappen ist man seit einer ganzen Weile darum bemüht, wieder etwas mehr Leichtigkeit ins Spiel zu bekommen. So richtig will das aber nicht gelingen. Leroy Sané hat gewiss bei den taktischen Vorgaben seines Trainers André Breitenreiter besonders gut zugehört. Im ersten Durchgang war der erst 19-Jährige mal wieder Klassenbester und sorgte im Alleingang dafür, dass man sich gehörige Sorgen um die Standfestigkeit der Hannoveraner Defensive machen musste. Um Sané herum war dagegen nicht gerade erkennbar, dass der unbedingte Wille zum Sieg vorhanden war. Ohnehin ist es gerade auf Schalke ein interessantes Phänomen, dass die Jüngeren, die Älteren im Aufgebot über Phasen mitziehen müssen.

Einen Beleg dafür lieferte Johannes Geis. Der 22-Jährige, nach fünf Spielen Sperre für einen bösen Tritt gegen das Bein von Mönchengladbachs André Hahn zurück in der Startelf, übernahm Verantwortung. Als Klaas-Jan Huntelaar von Hannovers Marcelo im Strafraum niedergerungen wurde, schnappte sich Geis den Ball und belohnte Schalke mit der Führung. Huntelaar war es dann, der etwas mehr als eine Viertelstunde vor dem Abpfiff den Fuß zum 2:0 hinhielt. Damit waren eigentlich alle Zweifel, wer den Platz als Sieger verlassen würde, beseitigt.

Doch auch die Gäste hatten einen Jungspund in ihren Reihen, der sein Team noch einmal wach rüttelte. Allan Saint-Maximin stand 19 Minuten auf dem Platz, dann nahm sich der 18-Jährige ein Herz, spazierte durch die Schalker Defensive und sorgte mit seinem sehenswerten Tor von der Strafraumkante kurz für Spannung. Sehr kurz. Sekunden später besorgte Franco Di Santo den Endstand.

Schalke springt damit - zumindest bis heute Abend - auf den vierten Tabellenplatz. Auch das wurde nach Abpfiff von den Fans entsprechend zelebriert.

(gic)
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