1. Bundesliga 17/18
| 15.54 Uhr

Bundesliga-Zweiter verstärkt Angriff
Was der Uth-Transfer für Schalke und Hoffenheim bedeutet

Was der Transfer von Mark Uth für den FC Schalke 04 bedeutet
Mark Uth trägt das Hoffenheimer Trikot nur noch für ein halbes Jahr. FOTO: rtr
Gelsenkirchen. Der derzeit torgefährlichste deutsche Angreifer Mark Uth wechselt nach Saisonende von Hoffenheim nach Gelsenkirchen. Der ohnehin schon gut aufgestellte Sturm der Schalker wird noch stärker. Von Patrick Scherer

Um die Mittagszeit veröffentlichen die Schalker ein Video auf ihrer Homepage. Es zeigt eine Beflockungsmaschine. Die Klappe geht hoch und auf dem königsblauen Trikot prangt der Name Uth. Es ist die neumodische Art, einen Spielertransfer zu verkünden: Mark Uth, 26 Jahre alt, wechselt nach der laufenden Spielzeit innerhalb der Fußball-Bundesliga von der TSG Hoffenheim zum FC Schalke 04. Dort hat er einen Vertrag bis Ende Juni 2022 unterschrieben.

Die Kosten für den Wechsel sind überschaubar. Uths Vertrag in Hoffenheim läuft im Sommer aus, es fallen "nur" Handgeld und Beteiligungen für Berater an. Bundesliga-Manager, die ihren Job halbwegs ernst nehmen, waren somit in den vergangenen Wochen in der Pflicht, sich mit dem Namen Mark Uth zu befassen. Zuletzt wurde er auch mit Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht. In diesem Fall machte aber Christian Heidel das Rennen. Der Schalker Sportvorstand freute sich gestern sichtlich über das geglückte Geschäft: "Mark Uth wird unsere Optionen in der Offensive ab Sommer noch einmal deutlich verbessern."

Noch einmal verbessern ist dabei die richtige Wortwahl. Bester Schalker Torjäger in dieser Saison ist Guido Burgstaller mit sieben Treffern. Als Angreifer stehen zudem Breel Embolo, Franco di Santo, Yevhen Konoplyanka und die gerade erst verpflichtete Nachwuchshoffnung Cedric Teuchert im Kader. Dazu noch Uth, das bedeutet reichlich Qualität an der Front.

Eine Abteilung weiter hinten könnte sich für Heidel und Schalke aber in den kommenden Wochen und Monaten noch viel Arbeit ergeben. Wie bei Uth in Hoffenheim laufen nämlich die Verträge zweier 22jähriger Gelsenkirchener Juwelen im Sommer aus: Max Meyer und Leon Goretzka.

Ersterer kokettierte vor der Saison noch unverhohlen mit einem Wechsel nach England (Liverpool und Tottenham waren im Gespräch). Seit Meyer im neuen Trainer Domenico Tedesco aber einen großen Fürsprecher hat, sind die Chancen auf eine Vertragsverlängerung gestiegen. Anders sieht es bei Goretzka aus. Lockrufen vom FC Barcelona und von Bayern München zu widerstehen, ist jedenfalls keine einfache Übung.

Während Heidel also in naher Zukunft vor allem das Angebot an zentralen Mittelfeldspielern sondieren wird, sind die Hoffenheimer Verantwortlichen nun gefordert, im Angriff ordentlich nachzubessern. Nationalspieler Sandro Wagner ist in der Winterpause gerade erst zum FC Bayern gewechselt, Uth geht zu Schalke, und Leihspieler Serge Gnabry folgt Wagner im Sommer nach München.

Quelle: RP
 
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