WM 2002: Fifa setzt "Spezialtruppe" ein
zuletzt aktualisiert: 29.01.2001 - 16:51Cannes (sid). 16 Monate vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan hat der Weltverband (Fifa) auf die Organisationsprobleme reagiert. Damit die beiden Veranstalter rechtzeitig bis zum Turnierbeginn ihre Vorbereitungen abschließen werden, installierte die Fifa eine "Spezialtruppe". Das bestätigte Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen am Montag am Rande der Fußball-Messe in Cannes.
"In einigen Bereichen liegen die Organisationen weit hinter dem Zeitplan zurück - zum Teil bis zu sechs Monate. Damit es schneller geht, setzen wir einige von unseren Leuten ein", erläuterte Zen-Ruffinien und ergänzte: "Das ist das erste Mal überhaupt, dass wir so etwas tun mussten." Die Austragung der WM-Endrunde ist nach Auskunft des Generalsekretärs jedoch nicht in Frage gestellt: "Die WM findet wie geplant statt. Es gibt nur in einigen Bereichen Verzögerungen, zum Beispiel bei der Sponsorensuche."
Rüffel für japanisches Organisations-Komitee
Zudem erteilte die Fifa dem japanischen Organisations-Komitee einen Rüffel und beendete damit den Streit um die Bedruckung der Eintrittskarten für die WM. Das Bestreben der Japaner, auf die Tickets zunächst den eigenen Ländernamen und erst dann den von Mit-Gastgeber Südkorea zu drucken, verbot Zen-Ruffinen: "Der Titel der Veranstaltung heißt '2002 Fifa World Cup Korea/Japan' - und dabei bleibt es."
Das japanische Organisationskomitee hatte sich von dem Namenstausch bessere Vermarktungschancen erhofft. Als Südkoreas Organisatoren von der Absicht der Japaner erfuhr, beschwerten sich die Verantwortkichen sofort bei der Fifa. Dennoch bezeichnete Zen-Ruffinen das Verhältnis der beiden Nationen als "exzellent".
1996 hatten erstmals zwei Nationen den Zuschlag für die Austragung einer Fußball-WM bekommen. Die Entscheidung der Fifa wurde bereits damals kritisiert. 2006 findet das WM-Endrundenturnier in Deutschland statt.
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