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Fortuna Düsseldorf
Heidenheim ein Gradmesser für Fortunas Qualitäten

1. FC Heidenheim ein Gradmesser für Fortuna Düsseldorfs Qualitäten
Julian Koch rückt gegen Heidenheim für Julian Schauerte in die Startelf. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Ist Fortunas Start nun gut, sehr ordentlich oder nur passabel? Nach vier Spieltagen der 2. Bundesliga sind noch alle Deutungen möglich, mit Tendenz zum Positiven. Von Bernd Jolitz

Somit kommt der heute folgenden Partie für die Düsseldorfer, die mit einem Sieg und drei Unentschieden in die Saison gegangen sind, eine besondere Bedeutung zu.

Der Klub hat schließlich als Ziel ausgegeben, eine stabile Saison ohne Abstiegssorgen spielen zu wollen. Dieser Maßgabe wäre er ein gutes Stück nähergekommen, wenn Fortuna auch aus dem Spiel beim 1. FC Heidenheim (13 Uhr, Live-Ticker bei RP Online) ungeschoren herauskäme.

Fortunas Prunkstück ist derzeit die Abwehr, die in fünf Pflichtspielen in Liga und Pokal erst drei Gegentreffer kassierte, davon zwei in den ersten zwölf Minuten der Auftaktbegegnung beim SV Sandhausen. Dennoch ist Trainer Friedhelm Funkel wichtig, "dass wir nicht defensiv spielen. Wir spielen kompakt". Haarspalterei? In diesem Fall eher nicht. Die Düsseldorfer haben sich in keinem Spiel hinten eingemauert, stets den Weg nach vorn gesucht. Sie taten es nur mit mehr Überlegung, mit besserer Absicherung als in der Vergangenheit. Oder, wie Linksverteidiger Lukas Schmitz es jüngst ausdrückte: "Wir haben jetzt Erfolg, weil wir uns gegenseitig helfen." Im Grunde eine Selbstverständlichkeit, die jedoch erst unter Funkel richtig gelebt wird.

Insofern ist Heidenheim ein Gradmesser für Fortunas neue Qualitäten. Die Truppe von Trainer Frank Schmidt, der seit auf den Tag genau neun Jahren im Amt und damit dienstältester Coach im deutschen Profifußball ist, steht seit jeher für diese Tugenden: konzentrierte Abwehrarbeit, hohe Laufbereitschaft, Geschlossenheit. Der heutige Vergleich wird zeigen, wer das am besten verinnerlicht hat.

"Wir müssen vor allem auf die Heidenheimer Standards aufpassen", warnt Funkel, "da sind sie bärenstark. Wir werden uns robust verteidigen." Da ist es wichtig, dass in Alex Madlung ein starker Kopfballspieler wieder völlig fit ist. Dagegen fällt Rechtsverteidiger Julian Schauerte wegen eines Muskelfaserrisses aus; für ihn rückt Julian Koch in die Startelf.

Dass seine Mannschaft noch ohne Pflichtspiel-Niederlage ist, empfindet Funkel als Motivation, diese Serie fortzusetzen. "Aber wir bleiben bescheiden, wir sind demütig", sagt der Coach. "Wir wissen, wo wir herkommen." Sprich: aus dem tiefsten Abstiegssumpf, aus dem erst Funkel Fortuna herausholte.

Quelle: RP
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