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Fortuna Düsseldorf
26. Spieltag, drei fehlende Stammspieler, eine Großchance

Das ist Marco Kurz
Das ist Marco Kurz FOTO: dpa, Fredrik von Erichsen
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorfs Trainer Marco Kurz plagen vor der Partie gegen den SV Sandhausen personelle Engpässe, gleich drei Stammspieler fallen aus. Dabei ist die Spieltagskonstellation besser denn je. Von Christoffer Kleindienst

Noch rund 48 Stunden und die Welt der Fortuna könnte wieder in Ordnung sein. Naja, nicht ganz in Ordnung, aber zumindest nicht mehr im panischen Bereich. Mitten im Abstiegskampf, neun Pflichtspiele nur noch zu spielen, hat ihnen der Fußballgott nämlich eine besonders günstige Spieltagskonstellation in der 2. Bundesliga geschenkt.

Während die Fortuna zu den gleichermaßen kriselnden Sandhäuser fahren müssen, spielt die Konkurrenz im Tabellenkeller kollektiv gegen Aufstiegsaspiranten. Der SC Paderborn muss gegen den FC St. Pauli antreten, 1860 München reist zu Spitzenreiter RB Leipzig. Der Tabellen-15. FSV Frankfurt hat den SC Freiburg zu Gast und die Armina aus Bielefeld will gegen den 1. FC Nürnberg bestehen. Wenn in diesen Partien eine Überraschung ausbleibt und die Fortuna eine ihrer besseren Leistungen in Sandhausen zeigt, hätten die Düsseldorfer unzählige Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 

Es könnte also alles so schön sein, wäre da nicht ein Problem: die Fortuna. Das Team fiel bisher vor allen Dingen durch seine Erfolgslosigkeit auf und jüngst auch mit der Gabe, eine verheißungsvolle Chance gekonnt auszulassen. Das war vor zwei Wochen der Fall, als die Düsseldorfer im direkten Duell mit 1860 München die Möglichkeit hatten, mit einem Sieg bis auf zwölf Punkte davonzuziehen. Eine englische Woche später rangieren die "Löwen" nun punktgleich vor den Fortunen. 

Zu allem Überfluss plagen die Mannschaft vor dem wichtigen Spiel gegen Sandhausen Personalprobleme. "Kerem Demirbay fällt aus. Sercan Sararer fällt aus. Christian Strohdiek fällt aus. Julian Schauerte fällt aus. Ich hoffe, ich habe keinen vergessen", erklärt Kurz nüchtern. Immerhin: "Nikola Djurdjic hat heute voll mittrainiert. Ich gehe davon aus, dass er dabei sein wird." Allerdings wiegt besonders der Ausfall von Spielmacher Demirbay schwer, eine echte Lösung für dieses Problem wollte Kurz zwei Tage vor der Partie nicht verkünden. Es sei möglich ihn einfach eins zu eins zu ersetzen – man könne aber auch das System ändern: "Wir müssen sowieso alle eine Schippe drauflegen. Wir werden die Ausfälle kompensieren."

Möglicherweise wird Kurz auch auf eine Doppelspitze zurückgreifen, allerdings ist die Personalsituation im Sturm gleichermaßen angespannt. Emmanuel Iyoha trainiert erst seit kurzer Zeit wieder voll mit, außerdem wurde Joel Pohjanpalo nach dessen Partynacht suspendiert – und steht somit nicht zur Verfügung. "Jolle sollte nach dem Vorfall nach dem Spiel den Kopf für eine Woche freikriegen", erklärte Sportdirektor Rachid Azzouzi den Vorfall auf Nachfrage: "Derzeit gibt es nur Fortuna und Fußball, der Klassenerhalt hat absolute Priorität. Er ist kein Bauernopfer: Es hat auch einfach etwas mit Professionalität zu tun, dass du weißt, wann du was machen kannst. Jolle ist jung und er kann Fehler machen. Aber er sollte diese nicht wiederholen."

Gleiches gilt allerdings nun auch für das Team. Eine Chance wie am kommenden Spieltag, sich in eine gute Position im Abstiegskampf zu bringen, sollte die Mannschaft nicht erneut ungenutzt lassen.

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