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| 19.44 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Azzouzi: "Es ist ein Neuanfang für Fortuna"

Das ist Rachid Azzouzi
Das ist Rachid Azzouzi FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorfs neuer Sportdirektor Rachid Azzouzi spricht im Interview mit unserer Redaktion über die Vorbereitung des Zweitligisten, das mäßige Ergebnis der Trainerumfrage, das neue Kapitänsgespann und das außergewöhnliche Arbeitsklima.

Seit sechs Wochen ist Rachid Azzouzi beim Zweitligisten Fortuna als Sportdirektor im Amt. Am Sonntag (15.30/Live-Ticker) Uhr folgt auch seine erste große Bewährungsprobe, wenn der maßgeblich von ihm zusammengestellte Kader zum Punktspielstart beim 1. FC Union Berlin antritt.

Herr Azzouzi, mit welchem Gefühl fahren Sie nach Berlin?

Die Fortuna legt los

Rachid Azzouzi Ich habe ein positives Gefühl. Unsere Vorbereitung war sehr intensiv, es ging für mich ja direkt los nach meiner Vorstellung. Trainer Frank Kramer und Co-Trainer Peter Hermann haben ihre Ideen einbringen können, und unser Kader ist soweit aufgestellt für die kommenden Aufgaben.

"Soweit aufgestellt" – das klingt so, als sei die Tür für weitere Zugänge noch nicht geschlossen?

Azzouzi Das werden Sie von mir nie hören. Solange das Transferfenster geöffnet ist, kann immer etwas passieren. In diesem Geschäft muss man stets hellwach sein. Die Bundesliga fängt mit ihren Kaderplanungen schließlich jetzt erst so richtig an.

Die Aufsteiger-Tipps der Trainer FOTO: Wolff

Aber regelrecht geplant haben Sie weitere Personalien nicht?

Azzouzi Nein, es ist auch bislang kein Spieler auf uns zugekommen, der uns noch verlassen möchte.

Spekuliert wird darüber ja gern. Zum Beispiel im Falle von Lars Unnerstall, der erneut mit der Rolle als zweiter Torhüter leben muss.

Azzouzi Wenn man zwei Torhüter auf einem ähnlichen Niveau hat, kommt es immer zu einer hauchdünnen Entscheidung. Aber beide Keeper müssen im Training weiter Gas geben. Im Fußball gibt es nichts Endgültiges, da ist nichts in Stein gemeißelt.

Der neue Kapitän heißt Karim Haggui, Stellvertreter ist Julian Koch. Zwei Zugänge – ein Signal, dass alles neu ist bei Fortuna?

Azzouzi Das bisherige Gespann Adam Bodzek und Oliver Fink hat seine Sache gut gemacht. Aber unser Trainer wollte in der Tat komplett neu starten. Diese Saison ist ein Neuanfang für Fortuna.

Eine Umfrage unter den Zweitliga-Trainern hat ergeben, dass die wenigsten Fortuna zu den Aufstiegsanwärtern zählen. Ist Ihnen das recht oder ärgert Sie es eher?

Azzouzi Das ist doch in Ordnung so. Umfragen gehören dazu, seit es den Fußball gibt. Und in der Umfrage vor der vergangenen Saison hatte sicher kaum jemand auf Ingolstadt und Darmstadt gesetzt. Ich denke, dass diesmal in Leipzig und Freiburg die Richtigen am häufigsten genannt werden.

Fortuna hat kein tabellarisches Saisonziel ausgegeben. Warum nicht?

Azzouzi Weil es uns vor allem darum geht, hart arbeiten und nicht mit Sprüchen glänzen zu wollen. Wir wollen unseren Zuschauern zu Hause wieder Freude bereiten und eine Einheit werden. Das ist unser vorrangiges Ziel. Ich fände es bescheuert, in unserer Situation Großspuriges zu erzählen.

Der Verein hat 17.500 Dauerkarten verkauft. Wie bewerten Sie die Zahl?

Azzouzi Sie zeigt die Begeisterungsfähigkeit unserer Fans. Und sie zeigt, dass die Leute den Verein so lieben, wie er ist. Sonst wären sie Bayern-Fans geworden, und das will kein Fortune.

Fortuna hat eine chaotische Rückrunde hinter sich. Hat der Verein eine Chance, zur Ruhe zu kommen?

Azzouzi Seit ich hier bin, konnte ich in Ruhe arbeiten. Auch das Trainerteam bekommt Zeit, eine Mannschaft zu formen – wir sind alle überzeugt von unseren Leuten. Fachlich wie menschlich habe ich schon lange nicht mehr ein solches Klima erlebt wie hier bei Fortuna.

Bernd Jolitz führte das Gespräch.

Quelle: RP
 
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