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Fortuna Düsseldorf
Bedient sich Fortuna noch in Leverkusen?

Porträt: Andre Ramalho - Brasilianer unter dem Bayer-Kreuz
Porträt: Andre Ramalho - Brasilianer unter dem Bayer-Kreuz FOTO: dpa
Düsseldorf. Bayer Leverkusen will noch den einen oder anderen Spieler abgeben. Fortuna Düsseldorf kann in der Abwehr Verstärkung gebrauchen. Möglich, dass sich beide Klubs gegenseitig helfen. Zum Beispiel durch einen Transfer von André Ramalho. Von Jan Dobrick

"Wir haben ein gutes Verhältnis zu den Düsseldorfern und verleihen gerne Spieler an die Fortuna. Wir müssen aber in unseren Kader schauen und sehen, ob da etwas geht", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler Anfang August, als er beim Fußball-Gipfel der RP saß. Vor ein paar Wochen war der Zweitligist in erster Linie auf der Suche nach einem Angreifer, den er schließlich nicht von dem Bundesligisten, sondern vom englischen FC Burnley verpflichtete. Sein Name: Rouwen Hennings.

Seit dem Fußball-Talk hat sich bei der Fortuna jedoch einiges getan. Es wurde nicht nur der Kader mit neuen Namen aufgefüllt, sondern auch das Lazarett. Özkan Yildirim, Christian Gartner, Marlon Ritter, Alexander Madlung, Tim Wiesner und Maecky Ngombo sind angeschlagen oder schwerer verletzt. Trainer Friedhelm Funkel betonte am Sonntag vor dem Spiel in Kaiserslautern: "Man weiß nie, ob noch was passiert. Wir halten die Augen auf. Sollte es finanziell und sportlich passen, kann man einen Transfer nicht ausschließen."

Ramalho passt perfekt ins Beuteschema der Fortuna

Vor allem in der Abwehr-Zentrale könnten die Düsseldorfer noch jemanden gebrauchen: Mit den jungen Kevin Akpoguma und Robin Bormuth stehen momentan nur zwei gelernte Innenverteidiger zur Verfügung. Stammkraft Alexander Madlung schlägt sich schon eine gefühlte Ewigkeit mit Rückenproblemen herum und muss gegen den 1. FC Kaiserslautern aussetzen. Es besteht durchaus das Risiko, dass das noch häufiger der Fall sein wird. Warum sollten die Fortuna-Scouts nicht mal einen Blick nach Leverkusen werfen? Da gäbe es nämlich einen interessanten Kandidaten.

Der Bundesligist hat einen Abwehrspieler in seinen Reihen, der zwar universell eingesetzt werden kann, in der Regel aber doch nicht zum Zug kommt: André Ramalho. Der Brasilianer mit dem auffälligen Lockenkopf ist ein Zögling von Bayer-Coach Roger Schmidt, der den mittlerweile 24-Jährigen schon bei Red Bull Salzburg trainierte. Er hat ein gutes Pass- und Stellungsspiel, ist sehr laufstark und kann auf vielen Positionen spielen – passt also perfekt ins Beuteschema der Fortuna. In der vergangenen Saison kam er für Bayer in vier Wettbewerben auf 25 Spiele.

Bei Bayer ist die Konkurrenzsituation in der Abwehr größer geworden

Jetzt ist die Konkurrenzsituation noch größer geworden: Ömer Toprak schien schon auf dem Weg zu Borussia Dortmund zu sein, um Kapitän Mats Hummels zu beerben, bleibt aber mindestens noch eine Saison in Leverkusen. Mit Aleksandar Dragovic von Dynamo Kiew verpflichtete Bayer einen Star-Spieler für die Defensive. Möglich, dass Ramalho die Flucht antritt, um diese ein paar Kilometer weiter schon erfolgreich zu beenden. Bis Mittwoch ist das Transferfenster noch geöffnet.

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