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| 12.07 Uhr

Düsseldorfs Erfolgsrezept
Die vier besonderen Qualitäten der Fortuna

Fortunen bejubeln Heimerfolg gegen Bielefeld
Fortunen bejubeln Heimerfolg gegen Bielefeld FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Comeback-Fähigkeiten, Torgefährlichkeit auf vielen Positionen, Ausgeglichenheit im Kader und Teamgeist – diese Faktoren bilden das Gerüst für den aktuellen Erfolg des Zweitliga-Tabellenführers. Beim verdienten 4:2-Sieg im spektakulären Freitagspiel gegen Arminia Bielefeld kamen sie voll zum Tragen. Von Bernd Jolitz

Wenn man als Tabellenführer der 2. Bundesliga neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz aufweist, dann muss man über eine ganze Reihe von Qualitäten verfügen. Fortuna Düsseldorf tut es – und sie packte beim 4:2-Erfolg über Arminia Bielefeld am Freitagabend einige davon aus.

Einzelkritik: Fink mit viel Übersicht - Hennings überragt FOTO: Falk Janning

Da wäre zum Ersten die Comeback-Qualität: Die Schützlinge von Trainer Friedhelm Funkel verstehen es wie kein anderes Zweitliga-Team, Rückstände wegzustecken und ein Spiel noch zu drehen. "Wir haben eine sehr gute Moral", erklärte Innenverteidiger Adam Bodzek, der per Kopf den Führungstreffer zum 3:2 erzielte. "Deshalb haben wir gegen Arminia auch nach zweimaligem Rückstand immer an uns geglaubt. Wir vertrauen auf unsere Stärke, das zeichnet uns aus. Wir wissen, dass wir immer zurückkommen können."

Zum Zweiten ist Fortuna für ihre Gegner ganz schwer auszurechnen. Zwar hat Stürmer Rouwen Hennings, der am Freitag eine überragende Partie ablieferte, inzwischen zehn Saisontore auf seinem Konto – er liegt damit aber noch immer nicht in der absoluten Spitzengruppe der Torschützenliste. Das liegt daran, dass sich die 46 Düsseldorfer Saisontreffer sehr gleichmäßig über den ganzen Kader verteilen. Auch gegen Bielefeld war das wieder so: In Hennings, Marcel Sobottka, Bodzek und Benito Raman kamen vier verschiedene Torschützen zum Zuge.

"Bielefeld war gut, Fortuna etwas besser"

Zum Dritten kann Funkel personell aus dem Vollen schöpfen. Fast auf jeder Position kann er nahezu gleichwertige Spieler von der Bank holen, wenn es die Situation erfordert. "Nehmen wir die offensiven Außen", erklärte der Coach nach dem 4:2. "In der Startelf standen Takashi Usami und Genki Haraguchi, und die haben ihre Sache wieder sehr gut gemacht. Trotzdem hätte ich ebenso Benito Raman und Davor Lovren dort bringen können, die hätten es ebenso verdient."

Zum Vierten ist der Teamgeist zu nennen, der Funkel besonders am Herzen liegt. "Jeder gönnt dem anderen den Erfolg", sagte der 64-Jährige. "Das macht einen Großteil unserer Stärke aus." Als Beleg schilderte er die Episode, als er am Freitagabend Takashi Usami in der 63. Minute auswechselte, obwohl der Japaner ein gutes Spiel gemacht hatte. "Taka sagte zu mir: 'Aber Trainer, ich bin doch noch gar nicht müde.' Da hab ich ihm gesagt: Das weiß ich, aber ich möchte Benito bringen. Da hat er gelächelt und gesagt: 'Hast Recht, Trainer.'" Diese Einschätzung wird Usami umso leichter gefallen sein, als Raman acht Minuten später das 4:2 erzielte.

2. Bundesliga 17/18: Fortuna - Bielefeld: Stimmen zum Spiel

Das sind nur vier der besonderen Qualitäten, die Fortuna so klar an die Spitze geführt haben, dass sie nun schon zum vierten Mal in dieser Spielzeit eine entspannte Länderspielpause verbringen kann. "Dreimal sind wir mit einem Sieg in eine solche Pause gegangen, einmal mit einem Unentschieden", erinnerte sich Funkel, "das ist schon klasse." Deshalb zog der Coach zum Abschluss auch ein passendes Fazit: "Andere in der Zweiten Liga haben einen genauso guten Kader wie wir. Aber wir machen es besser."

 
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