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| 08.44 Uhr

Abstiegskampf
Düsseldorf rückt für Fortuna zusammen

Düsseldorf rückt für Fortuna Düsseldorf zusammen
Aufruf der Anhänger: Mehrere Banner wurden an Verkehrsknotenpunkten platziert. Hier an der Münchener Straße Richtung Südring. FOTO: Markus Bulawa
Düsseldorf. Vor dem wichtigen Duell mit Aufsteiger Würzburg am Samstag hat der Zweitligist viel Rückenwind aus der ganzen Stadt erhalten. Entstanden ist er aus der Abstiegsangst, die wegen der erstaunlichen Parallelen zu 2013 aufgekommen ist. Von Bernd Jolitz

Im Grunde müsste sich ein Fan des Zweitligisten Fortuna Düsseldorf gar keine allzu großen Sorgen machen. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel steht auf Tabellenplatz 14, ist in der aktuellen Saison noch kein einziges Mal auf einem Abstiegsrang gewesen, hat zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang 16 und darf zwei der drei noch ausstehenden Saisonspiele zu Hause gegen mitgefährdete Teams austragen. Alles okay also - wenn da nicht die unerklärliche Heimschwäche und die bösen Erinnerungen an das Frühjahr 2013 wären.

Dass Fortuna seit dem 21. Oktober (4:0 gegen Arminia Bielefeld) in der eigenen Arena keinen "Dreier" mehr einfuhr, macht den Anhängern dabei sogar noch weniger Sorgen, denn irgendwann muss diese schwarze Serie ja einmal reißen. Und wann, wenn nicht heute (Anstoß 13 Uhr) gegen Aufsteiger Würzburger Kickers, der im Kalenderjahr 2017 überhaupt noch nicht gewonnen hat? Schauerlicher sind die Gedanken an die Vergangenheit. Vier Jahre ist es erst her, da stiegen die Düsseldorfer aus der Bundesliga ab, nachdem sie 33 Spieltage lang nie schlechter als auf Platz 15 dagestanden hatten, im Saisonfinale aber noch zwei Ränge abrutschten.

Ein Hashtag für den Klassenerhalt

Diese bitteren Erinnerungen sind es, die die Fußballfreunde in der Landeshauptstadt zusammenrücken ließen, auch wenn diese in den vergangenen Monaten oft der Arena ferngeblieben sind. "Nicht wieder wie 2013" - diese Worte hört man wie ein Mantra. Und während andernorts unzufriedene Fans zu Busblockaden und Schimpftiraden greifen, stellen sich die Düsseldorfer voll hinter ihren Klub.

Nicht kritiklos, versteht sich: In Foren und sozialen Netzwerken wird schon die Unzufriedenheit darüber deutlich, dass die Truppe zuletzt sechsmal in Folge sieglos blieb und nach einer lange Zeit entspannten Umbruch-Saison doch noch einmal in Abstiegsgefahr geriet. Die überwiegende Mehrheit stellt jedoch ihren Unmut für das gemeinsame Ziel zurück, will ihren Beitrag zum Klassenerhalt leisten. "Unsere Liebe ist euer Antrieb", hieß es auf einem riesigen Transparent im jüngsten Auswärtsspiel in Hannover (0:1), über Hauptverkehrsstraßen hängen seit gestern Plakate mit der Aufschrift: "Alle(s) für Fortuna - Samstag, 13 Uhr", Oberbürgermeister Thomas Geisel ließ ebenso eine Vereinsflagge am Rathaus hissen wie der Deutsche Gewerkschafts-Bund an seinem Gebäude. Zudem erfährt die Aktion des Vereins, bei der jeder Dauerkarteninhaber vier weitere Fans zu verbilligten Preisen mit ins Stadion nehmen kann, große Resonanz und gilt auch heute an der Tageskasse.

"Diese Unterstützung aus der Stadt ist überwältigend", sagt Funkel gerührt. Dabei gehört er zu denen, die den Saisonendspurt sehr gelassen und mit größter Zuversicht angehen. "Wir werden unser Ziel erreichen", sagt der Coach. "Natürlich wollen und müssen wir ohne Wenn und Aber gegen Würzburg gewinnen. Aber falls das aus irgendeinem Grund nicht gelingen sollte, sind wir noch lange nicht abgestiegen, das ist Quatsch!" Deshalb betont Funkel auch: "Das ist kein Endspiel. Das wäre es nur, wenn danach keine Partie mehr folgte. Und wir haben noch zwei weitere, die wir gewinnen wollen."

Der Trainer, ohnehin der ruhende Pol im Nervenspiel Abstiegskampf, versucht damit, Druck von seiner Mannschaft zu nehmen. "Die Jungs machen einen sehr guten Eindruck. Wir müssen allerdings mehr Effizienz im Torabschluss zeigen." Dabei soll sein bester Torjäger Rouwen Hennings nach überstandenem Magengeschwür helfen. Und der war wie fast alle aktuellen Profis - mit Ausnahme von Axel Bellinghausen, Adam Bodzek und Oliver Fink - 2013 noch gar nicht dabei.

Quelle: RP
 
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