| 11.16 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Duisburger Polizei reagiert auf Kritik von Fortuna

Fortuna-Fans brennen in Duisburg Pyrotechnik ab
Fortuna-Fans brennen in Duisburg Pyrotechnik ab FOTO: Falk Janning
Duisburg/Düsseldorf. Die Ereignisse rund um das Zweitliga-Spiel zwischen dem MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf, bei dem zehn Menschen im Gedränge verletzt wurden, sorgen bei Fans und Verantwortlichen weiter für Gesprächsstoff. 

Fortunas Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer kritisiert jetzt in einer öffentlichen Stellungnahme des Vereins die Vorgehensweise der Ordnungskräfte. Schäfer: "Das Konzept der Polizei ist fehlgeschlagen."

In einer ersten Mitteilung der Duisburger Polizei hieß es, dass etwa 2000 Fortuna-Anhänger gezielt und massiv Druck auf die Kontrollstellen am Gästeeingang aufgebaut hätten und einzelne Fangruppen immer wieder versuchten durchzubrechen. Dieser Darstellung widerspricht die Fortuna-Führung jetzt vehement. Die Polizei habe ein Einsatzkonzept verfolgt, das so nicht abgesprochen war, heißt es in dem Schreiben. Auch hätten die Ordnungshüter auf die Panik vor den Eingangstoren "nicht deeskalierend" reagiert, sondern durch den Einsatz von Pfefferspray und Wasserwerfern die Situation "verschärft".

Nach Auswertung zahlreicher Videos und Augenzeugenberichten sei der Verein zu dem Ergebnis gekommen, "dass der veröffentlichte Bericht der Polizei zu den Vorkommnissen rund um das Auswärtsspiel beim MSV Duisburg in weiten Teilen nicht den Tatsachen entspricht".

Duisburgs Polizeisprecher Ramon van der Maat wehrt sich gegen die Vorwürfe. Er sagt: "Das Sicherheitskonzept hätte funktioniert, hätten sich nicht einige Leute danebenbenommen." Schuld an dem Gedränge vor dem Gäste-Bereich tragen nach Angaben van der Maats die Fortuna-Anhänger, die "bewusst zu spät in Richtung Stadion gelaufen sind". Er sagt: "In einem Brief an den Verein haben wir im Vorfeld auf die örtlichen Begebenheiten hingewiesen und um rechtzeitige Anreise gebeten."

Den Anstoß der Partie wegen der vor dem Stadion wartenden Fans zu verschieben, sei nicht in Frage gekommen, sagt er. "Das wäre ja aberwitzig, ein Bundesliga-Spiel später anzupfeifen, nur weil einige Herrschaften den Durchsuchungen entgehen wollen."

(sb)
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