| 15.20 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Ein Spiel zum Vergessen für Haggui und Strohdiek

Strohdiek patzt – Hoffer trifft gegen die Fortuna
Strohdiek patzt – Hoffer trifft gegen die Fortuna FOTO: dpa, ude fpt
Düsseldorf. Allein Michael Rensing hat beim Spiel von Fortuna Düsseldorf gegen den Karlsruher SC eine gute Leistung gezeigt. Vor allen Dingen das Innenverteidiger-Duo Karim Haggui und Christian Strohdiek machte mit kapitalen Fehlern auf sich aufmerksam.  Von Christoffer Kleindienst

Julian Koch, Julian Schauerte und Axel Bellinghausen trabten schon nur noch hinterher, nachdem Letzterer den weiten Pass in die Fortuna-Hälfte per Kopf verlängert hatte. Strohdiek brachte das Spielgerät unter Kontrolle, neben ihm wartete Haggui auf den Rückpass des Kollegen zu Keeper Rensing. Eine Sekunde später nahm das Gesamtbild schlagartig an Tempo auf: Strohdieks Pass geriet viel zu kurz, der lauernde Erwin Hoffer sprintete dazwischen und verwandelte sicher. 

Es war ein bereits bekanntes Motiv im Spiel der beiden krislenden Klubs. Denn auch Strohdieks Nebenmann Haggui hatte zuvor den gleichen Fehler produziert. Der Tunesier hatte seinen Blackout in der ersten Halbzeit, den Patzer konnte Michael Rensing mit einer guten Parade noch ausbügeln. "Wir müssen den Punkt jetzt mitnehmen. Das ist auch gut für die Köpfe. Wir sind sicherlich nicht davon ausgegangen, dass es nach dem guten Spiel in Bochum von selber läuft. Man muss sich stets alles hart erarbeiten und auch heute war es wieder nicht einfach. Wir haben insgesamt einfach zu viele Fehler gemacht", sagte Fortuna-Kapitän Haggui nach der Partie. 

Karlsruher SC - Fortuna FOTO: Falk Janning

"Als Mannschaft nicht funktioniert"

Tatsächlich waren die Fehler der beiden Innenverteidiger nur das Tüpfelchen auf dem "i". Immer wieder kam der KSC gefährlich vor das Tor der Fortunen, die dank ihrer starken Leistungen gegen 1860 München und beim VfL Bochum in die Favoritenrolle gerutscht waren. Der Fauxpas Strohdieks brachte das Fass in der 80. Minute lediglich zum Überlaufen. "Wir haben als Mannschaft nicht funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte Kerem Demirbay, der die Fortuna in Führung schoss: "Im Großen und Ganzen können wir uns glücklich schätzen, dass wir den Punkt heute mitnehmen dürfen."

Demirbay trifft per Freistoß aus über 30 Metern FOTO: dpa, ude fpt

Ärgern wird die Düsseldorfer auch, dass die stabile Defensive nach schwachen Auftritten zu Beginn der Saison nun einen Rückfall erlitten hat. Gegen Rot-Weiss Essen, Union Berlin oder den SC Paderborn wackelte die Viererkette um Haggui und Strohdiek bedenklich, seit dem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim ging es permanent bergauf.

Die Leistung der Verteidigung in Karlsruhe ist allerdings auch dem Spiel der Gastgeber geschuldet: Mit schnellen Gegenstößen setzten sie immer wieder Wirkungstreffer, sowohl Strohdiek als auch Haggui wurden mit dieser Spielweise vor Probleme gestellt. Zudem lud die gesamte Mannschaft zu den gefährlichen Kontern ein. Fortuna spielte zu viele Fehlpässe im Aufbau, das Zweikampfverhalten des Teams war schwach. Dass Strohdiek letztlich den entscheidenden Fehler beging, ist ein Fakt – seine Teamkollegen trugen aber auch nicht viel dazu bei, dass der Auswärtserfolg realisiert werden konnte. Und so traf Julian Schauerte den Nagel auf den Kopf, als er analysierte: "Wir haben sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Halbzeit viel zu viele Fehler gemacht."

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