| 18.27 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Ein Torschütze der Herzen und Rensings schlechte FC-Erinnerungen

Einzelkritik: Durchschnittliche Leistung reicht Fortuna
Einzelkritik: Durchschnittliche Leistung reicht Fortuna FOTO: dpa, rwe soe
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorfs Sieg über Arminia Bielefeld hat eine Debatte entfacht: War es wirklich ein Eigentor von Wolfgang Hesl, das für das spielentscheidende 1:0 gesorgt hat? Unser User feiern als Torschützen Sercan Sararer. Die DFL sieht das anders. Damit wartet der Fortune seit nunmehr 46 Spielen auf einen Treffer. Von Christoffer Kleindienst

Spieler des Spiels

Ein Youngster hat unsere User im Spiel gegen die Arminia am meisten überzeugt. Marcel Sobottka, der erst zum zweiten Mal in der Startelf stand, zeigte auf der Sechser-Position eine kämpferisch überzeugende Leistung. 34,2 Prozent wählten den Ex-Schalker zum Spieler des Spiels, dahinter folgen Michael Rensing (32,8), Sercan Sararer (24,6) und Kerem Demirbay (8,5). 

 

Eine ganz andere Erfahrung

In der Regel agieren die Fortunen in ihren Spielen recht offensiv. Torchancen springen fast immer heraus, normalerweise war es die Effizienz, die ihnen Probleme macht. Am Freitag nutzten die Düsseldorfer weitestgehend ihre Chancen: Auf lediglich neun Torschüsse kamen sie in den 90 Minuten, der Kontrahent hatte doppelt so viele. Das einzige Tor des Tages erzielte aber die Fortuna – und das war noch nicht mal ein Torschuss.

Hesl, der Unglücksrabe

Ein Eigentor führte zum spielentscheidenden 1:0 – das entschied die Deutsche Fußball Liga (DFL). Arminia-Keeper Wolfgang Hesl lenkte eine scharfe Hereingabe mit der Hacke ins eigene Tor. Es war das zweite Eigentor in der Karriere des 29-Jährigen: Das erste Mal, dass er höchstpersönlich am Treffer der Gäste mitwirkte, war am 20. August 2009. Damals spielte er mit dem Hamburger SV in der Europa-League-Qualifikation gegen den EA Guingamp. Damals gewann sein Team allerdings mit 5:1. Erst in den Schlussminuten kassierte der Keeper das unnötige Gegentor. Fazit: Damals war alles besser. Irgendwie. 

Sararer, der Torschütze der Herzen

24 Mal hat Sercan Sararer in dieser Saison auf das gegnerische Tor geschossen. Das macht 2,4 Versuche pro Spiel. Seine Trefferquote: null Prozent. Immerhin fand seine Hereingabe gegen die Arminia den Weg ins Tor. Sein letzter Treffer: Am 2. November 2012 gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga. Fast drei Jahre ist es also schon her oder in Spielen ausgedrückt: 46. Allerdings waren sich auf Facebook unsere User einig: "Wenn das ein Eigentor war, müssten praktisch alle abgefälschten Treffer als Eigentore gewertet werden."

Rensing: Lieber Fortuna, als FC

Einen einzigen Patzer leistete sich der Fortuna-Keeper in dieser Saison. Ansonsten zeigte er ordentliche bis ausgezeichnete Leistungen. Gegen Bielefeld blieb er endlich mal wieder ohne Gegentreffer – belohnt wurde er für seine guten Auftritte aber ansonsten nur selten. 13 Gegentreffer musste er in elf Spielen hinnehmen (1,18 Treffer pro Spiel). Allerdings lief es in der vergangenen Saison schlechter für ihn: In 24 Partien kassierte er 1,5 Tore im Durchschnitt, macht insgesamt 36. Unübertroffen wird aber eine Bundesliga-Spielzeit bleiben: In 32 Spielen musste er schier unfassbare 71 Mal hinter sich greifen. 2,22 Tore kassierte er somit pro Partie. Die Pointe für alle Fortuna-Fans: Damals war Rensing beim 1. FC Köln tätig.

Meier mag die Fortuna nicht

So erfolgreich Norbert Meier als Trainer von Fortuna Düsseldorf war – sobald er gegen die Fortuna spielt, will es nicht klappen. Vier Mal spielte er mittlerweile gegen den alten Verein, die besten Ergebnisse entstanden vor seiner Zeit am Rhein. Mit Dynamo Dresden spielte er in den Saisons 06/07 und 07/08 jeweils einmal remis gegen die Fortuna. Nachdem er die Fortuna verlassen hat, gab es derweil nur noch Niederlagen. 0:2 und 0:1 verlor er mit der Arminia. Kein Wunder also, dass er sich bei der Pressekonferenz am liebsten auf den Platz von Kramer setzten wollte. Den Fauxpas korrigierte er aber nach einem kurzen Hinweis prompt.

Zweikämpfer Ya Konan

Unglücklich agierte Didier Ya Konan am Freitagabend. Torgefahr strahlte er nicht aus, er fiel fast gar nicht auf. Bei seiner Auswechlsung waren sogar ein paar Pfiffe zu hören. Allerdings stellte sich der Mittelstürmer in den Dienst der Mannschaft – was seine guten Werte untermauern. Am erstaunlichsten sind die 14 von 19 gewonnenen Zweikämpfe, ein Spitzenwert für einen Angreifer. Fakt ist aber auch: Er muss als Stürmer treffen. Ansonsten wird es für ihn schwer.

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