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| 12.11 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Es ist nicht alles schlecht bei der Fortuna

Einzelkritik: Bolly, van Duinen, Bebou und Sararer kassieren eine "Fünf"
Einzelkritik: Bolly, van Duinen, Bebou und Sararer kassieren eine "Fünf" FOTO: dpa, tim hpl
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf liegt auf dem letzten Tabellenplatz – mit einer verheerenden Sieg– und Torausbeute. Das sind die brutalen Fakten nach dem initiierten Umbruch. Die komplette Idee des Trainerteams nun zu verwerfen, wäre aber falsch. Es gibt Grund zur Hoffnung. Eine Übersicht.  Von Christoffer Kleindienst
  • Die kompaktere Defensive

Besonders am Verhalten in der Verteidigung hat Trainer Frank Kramer in den vergangenen Wochen gearbeitet. Das macht sich bemerkbar. Die Defensive lässt mittlerweile deutlich weniger Torschüsse zu. Allein in den ersten beiden Spielen gegen Union Berlin und dem SC Paderborn kamen die Gegner insgesamt deutlich häufiger im Strafraum zu Torschüssen (19), als in den vergangenen drei Ligaspielen (14). Während Christian Strohdiek und Karim Haggui in Spielen wie gegen Rot-Weiss Essen noch zahlreiche Fehler unterliefen, haben sie ihre Patzer nun reduziert.

Nach dem Pokalspiel mussten die Düsseldorfer vier Gegentreffer einstecken, alle Treffer resultierten aus besonderen Situationen: Zwei Mal wurde die Fortuna nach einer Standardsituation überrumpelt (gegen Freiburg und Heidenheim), ein Konter wurde unter gütiger Mithilfe der Düsseldorfer souverän ausgespielt (Freiburg) und nicht zu vergessen der Distanzschuss im Spiel beim 1. FC Nürnberg, der an den Pfosten ging und abgestaubt wurde. Das Chaos, das in diesen Situationen herrschte, sind bei solch einer neuen Mannschaft schwer zu vermeiden. 

  • Das erkennbare Spielsystem

Mit viel Euphorie hatte man vor allen Dingen aufgrund des Trainerduos Frank Kramer/Peter Hermann die Saison begonnen. Der Titel des Jahrgangsbesten bei Kramers DFB-Trainerlehrgang scheint derzeit aber Segen und Fluch zugleich zu sein. Die Ansprüche an den Cheftrainer sind hoch. Allerdings ist im Vergleich zu anderen Trainern bei der Fortuna ein Spielsystem erkennbar: Das schnelle Kombinationsspiel mit explosiven Außenspielern, die die Stürmer mit Vorlagen füttern sollen, klappte in Teilen schon ganz gut. Allerdings kommt es immer wieder zu Einbrüchen, diverse Schaffenspausen werden genommen. Das muss sich nun schleunigst ändern. Fraglich ist außerdem, ob der gesamte Kader diesen Fußball praktizieren kann – und nicht nur die filigranen Techniker wie Sercan Sararer oder Didier Ya Konan. 

  • Die kriselnde Offensive

Selbst der Angriff macht Hoffnung. Drei Tore in fünf Ligaspielen sind natürlich schlichtweg zu wenig. Die Fortunen zeigten aber in vier von sechs Pflichtspielen, dass sie sich Chancen in Hülle und Fülle herausspielen können – das Team nutzt sie aber nicht. Mit 26 Schüssen auf das Tor rangiert das Team auf dem vierten Platz dieses ligainternen Rankings. Vor ihm stehen nur der SV Sandhausen (30), der 1. FC Kaiserslautern (29) und der VfL Bochum (28), die allesamt vor den Düsseldorfern in der oberen Tabellenhälfte sind und mindestens doppelt so viele Tore wie die Fortuna geschossen haben. 

  • Das neue Athletiktraining

Zugang Florian Klausner steht für das neue Athletiktraining. Was auffällig ist: Das Team ist in einem guten konditionellem Zustand, es kann das Tempo 90 Minuten halten. Bei Union Berlin hatte sich das bereits ausgezahlt, gegen Paderborn, Freiburg und auch Nürnberg konnten die Offensivbemühungen zum Schluss nochmal verstärkt werden – wenn auch ohne Erfolg. "Für 90 Minuten hat uns heute die Athletik und die Power gefehlt – Düsseldorf hatte sie", sagte Freiburgs Christian Streich passenderweise nach dem Sieg in der Esprit-Arena. Außerdem macht Hoffnung, dass Mathis Bolly die ersten sechs Pflichtspiele absolvieren konnte. Der von Muskelverletzungen geplagte Angreifer musste zwar in Nürnberg mal wieder angeschlagen ausgewechselt werden. In ein paar Tagen soll er aber wieder ins Training einsteigen. Offenbar hat Klausner diesbezüglich einen Plan, der aufzugehen scheint.

 
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