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Fortuna Düsseldorf
Fans rufen auf: Alle für Fortuna

Spielerstatistiken von Fortuna Düsseldorf
Spielerstatistiken von Fortuna Düsseldorf FOTO: Christof Wolff
Düsseldorf. Marco Kurz blieb nur noch ein anerkennendes Nicken. "Das ist Wahnsinn", sagte der Trainer der Düsseldorfer Fortuna, "das ist einfach spitze." Unmittelbar zuvor hatte er erfahren, dass 1200 Fans seine Mannschaft zum Zweitligaspiel beim SV Sandhausen (Samstag, 13 Uhr/Live-Ticker) begleiten – obwohl Fortuna dreimal in Folge verloren und einen Neun-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz aufgebraucht hat. Von Bernd Jolitz

Hätte Kurz zu diesem Zeitpunkt schon den Aufruf der Fan-Dachorganisation Supporters Club (SCD) unter dem Motto "Jetzt erst recht" gekannt, wäre sein Nicken noch deutlicher ausgefallen. "Es ist an der Zeit für ein ,Osnabrück 2.0''', schreibt der SCD. "Auch damals, im Herbst 2010, stand unser Verein nach sechs Auftaktniederlagen mit dem Rücken zur Wand, und damals hat der Schulterschluss aller - Mannschaft, Trainer, Fans, Verantwortliche - die Wende gebracht."

Schon während der Trainingswoche hatten die Anhänger ein Zeichen gesetzt, indem sie am Übungsgelände nicht etwa Schmähungen abließen, sondern ein Plakat an den Zaun hefteten: "Scheiß drauf! Steht wieder auf!" Fortunas Fans steuern gegen den Trend, suchen den Schulterschluss. "Brüllt die Mannschaft zum Klassenerhalt", fordert der SCD weiter. "Was der Verein jetzt braucht, ist positive Stimmung. Weltuntergangsszenarien bringen niemanden weiter."

Der kommissarische Vorsitzende Paul Jäger ist begeistert: "Einfach unglaublich, was die Fans leisten." Kurz ergänzt: "Jetzt sind wir in der Verantwortung. Entscheidend ist, sich jetzt nicht wegzuducken und zu hadern. Ich habe großes Vertrauen, dass der Knoten platzt." Der Haken daran ist, dass Fortuna ausgerechnet dieses so wichtige Spiel in Sandhausen - Konkurrent Paderborn liegt durch den Sieg auf St. Pauli nur noch einen Punkt zurück - ohne die Stammkräfte Kerem Demirbay, Sercan Sararer (beide verletzt) und Julian Schauerte (gesperrt) angehen muss. Kurz' knapper Kommentar dazu: "Dann spielen eben andere."

Quelle: RP
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