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Fortuna Düsseldorf
Fortunas Feuertaufe

Das sind die Marktwerte der Fortuna-Profis
Das sind die Marktwerte der Fortuna-Profis FOTO: Falk Janning/Transfermarkt.de
Düsseldorf. Die Düsseldorfer starten am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) beim SV Sandhausen in die Zweitliga-Saison. Wir haben den Gegner unter die Lupe genommen. Von Falk Janning

Das Spiel Die Ziele sind bei beiden Teams ganz ähnlich: Sowohl die Macher in der kleinsten Stadt im deutschen Profifußball (Sandhausen hat nur rund 14.300 Einwohner) als auch die in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt streben zunächst den Klassenerhalt an. Hoffnungsträger sind dabei auf beiden Seiten die Trainer - Kenan Kocak und Friedhelm Funkel. Sie sollen mit einer attraktiveren Spielweise die Zuschauer begeistern und für Aufbruchsstimmung sorgen. Unter Kocak hat sich das Spielsystem im Hardtwald komplett geändert. Während die Marschroute unter Schwartz noch betont defensiv war, ist die Ausrichtung unter dem neuen Coach nun deutlich offensiver.

Die aktuelle Form Die Kurpfälzer fühlen sich für die neue Zweitliga-Saison gerüstet - spätestens seit der überzeugenden Leistung im Testspiel gegen den Erstligisten FC Augsburg (2:0). Der SVS hatte hochkarätige Testspielgegner und maß seine Form auch im Duell mit dem amtierenden Europa-League-Sieger FC Sevilla, dem er etwas unglücklich mit 1:2 unterlag. Die Düsseldorfer verloren ebenfalls nur gegen einen spanischen Erstligisten (2:3 gegen den FC Malaga), lieferten zumeist ordentliche Leistungen ab.

Die personelle Lage Die Sandhäuser haben wie Fortuna eine Mischung aus alten und jungen Spielern zusammengestellt. Neu im Kader sind zwei Routiniers: Mittelfeldregisseur Markus Karl (30) vom 1. FC Kaiserslautern und Abwehrspieler Daniel Gordon (31) vom Karlsruher SC. Der SVS verpflichtete einige hoffnungsvolle Nachwuchsleute, wie U19-Nationalspieler Benedikt Gimber von der TSG Hoffenheim, zudem aber auch den ehemaligen Cottbuser Richard Sukuta-Pasu (26). Fortunas Zugänge sind durchweg recht unerfahren: Jerome Kiesewetter (vom VfB Stuttgart II) und Özkan Yildirim (Werder Bremen) sind mit jeweils 23 bereits die Ältesten.

Stärken und Schwächen Ein Vorteil des SVS ist, dass das Gerüst der neuen Mannschaft gehalten wurde und die Spieler sich nicht erst aneinander gewöhnen müssen. Von den Zugängen ist nur Daniel Gordon gesetzt, alle anderen Spieler der vermuteten ersten Elf standen bereits in der vergangenen Saison im Sandhäuser Kader. Das haben die Heidelberger Vorstädter mit Fortuna gemein, die in ihrer heutigen Startelf wahrscheinlich ebenfalls keine Fremdzugänge haben wird. Schwäche des SVS in der Vorsaison war die Defensive: 50 Gegentore waren der viertschlechteste Wert der Liga. Eine Wundertüte ist der Angriff der Schwarz-Weißen nach dem Abgang des neunmaligen Torschützen Aziz Bouhaddouz (zum FC St. Pauli). Der Deutsch-Marokkaner wird kaum zu ersetzen sein, ähnlich wie der beste Torschütze Kerem Demirbay (zur TSG Hoffenheim) bei Fortuna.

Der Trainer Kocak folgte im Sommer auf Schwartz, der zum 1. FC Nürnberg wechselte. In der vergangenen Saison trainierte der 35-Jährige den SV Waldhof Mannheim und wurde mit ihm Meister der Regionalliga Südwest, scheiterte dann in der Aufstiegsrelegation knapp an den Sportfreunden Lotte. Seine Premiere als Coach feierte Kocak in der Saison 2008/09 bei Türkspor Mannheim, ehe er Trainer des VfR Mannheim wurde. Dort schaffte er den Aufstieg in die Oberliga. Als Spieler agierte er für den SV Waldhof Mannheim, für den österreichischen Zweitligisten DSV Leoben und beim SV Austria Salzburg. 2007 beendete er seine Karriere als Sportinvalide.

Der direkte Vergleich Die Bilanz ist zwischen den beiden Klubs mit je vier Siegen und vier Niederlagen ausgeglichen. Ein Remis gab es in den acht Begegnungen der Zweiten und Dritten Liga noch nicht. In der vergangenen Saison verloren die Düsseldorfer beide Spiele allerdings mit 0:1. In den Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 gewannen die Fortunen ihre Partien bei den Schwarz-Weißen mit 2:0 und 3:0.

Quelle: RP
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