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Fortuna Düsseldorf
Fortuna braucht Tore, Tore, Tore

Das ist Nikola Djurdjic
Das ist Nikola Djurdjic FOTO: dpa, bt gfh
Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf leiht den 29-jährigen Nikola Djurdjic vom FC Augsburg aus. Vor allem für die Offensive musste Manager Rachid Azzouzi etwas tun. Von Matthias Goergens

Am Montag um 18 Uhr schloss das "Transferfenster" – und erwartungsgemäß ist die Fortuna noch einmal tätig geworden. Der serbische Stürmer Nikola Djurdjic wechselt zum Zweitligisten, der Samstag gegen den FC Heidenheim die Rest-Rückrunde beginnt. Der 29-Jährige steht beim FC Augsburg unter Vertrag (bis 2017), war bis 31. Dezember an Malmö FF (Schweden) ausgeliehen. Fortuna leiht den Serben bis Saisonende aus.

Was versprechen sich die Verantwortlichen von Djurdjic? Der Serbe soll endlich für Torgefahr sorgen, vor allem als Abnehmer der Vorlagen von Regisseur Kerem Demirbay. Joel Pohjanpalo, Didier Ya Konan und Mike van Duinen konnten als Stürmer bisher nicht überzeugen.

Warum wurden im Winter nur Offensivspieler geholt? Weil der Bedarf im Angriff als "dringend" zu bezeichnen war, die übrigen Mannschaftsteile wirken ausreichend besetzt. Dafür musste man nicht einmal die bisherigen Pflicht- oder jüngsten Testspiele gesehen haben, ein Blick auf die Tabelle reicht: Die Fortuna hat mit nur 15 erzielten Toren mit die schlechteste Offensivausbeute der Liga. Ein weiterer Grund: Im vergangenen Winter verzichtete der damalige Manager Helmut Schulte trotz vorhandenen Geldes auf Verstärkungen, was ihm nachher als Fehler angelastet werden musste. Untätigkeit kann sich Sportdirektor Rachid Azzouzi jetzt wahrlich nicht vorwerfen lassen.

Welche Erfahrungen hat die Fortuna mit Winter-Zugängen gemacht? Schätzungsweise 80 Prozent gingen eher daneben, als nachhaltig Erfolg zu bringen. In der jüngeren Vergangenheit ist Adam Bodzek eines der wenigen positiven Beispiele. Der Defensivspieler kam 2010/11, stieg mit in die Bundesliga auf, war Stammspieler und zwischenzeitlich sogar Kapitän. Namen wie Timo Furuholm oder Genki Omae stehen aber unter anderem auf der deutlich längeren Negativliste.

Legt die Fortuna trotz geschlossenem "Transferfenster" noch einmal nach? Nein – selbst vertragslose Spieler dürfen nicht mehr verpflichtet werden. Ein Transfer wie bei Alexander Madlung, der im Oktober zur Fortuna kam, ist also nicht mehr möglich. Allerdings ist das kein Grund zur Trauer: Selbst der erfahrene Innenverteidiger brauchte rund drei Monate zur Eingewöhnung. Die nächsten Transfers werden also schon mit Blick auf die nächste Saison getätigt werden – sofern die sportliche Situation es zulässt.

Quelle: RP
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