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Fortuna Düsseldorf
Fortuna enttäuscht in Fürth und muss wieder richtig zittern

Fürth - Fortuna
Fürth - Fortuna FOTO: dpa, dka jai
Fürth. Nach einer vor allem in der Defensive schwachen Leistung verliert Fortuna am 30. Spieltag der 2. Bundesliga mit 1:3 in Fürth. Damit ist im Abstiegskampf weiter das ganz große Zittern angesagt.  Von Bernd Jolitz

So leicht wird es die Spielvereinigung Greuther Fürth selten gehabt haben, zu Toren zu kommen. Fortuna Düsseldorfs Deckung lud die "Kleeblätter" förmlich zu Abschlüssen ein, und so war es kein Wunder, dass die Zweitliga-Partie ungefährdet mit 3:1 (3:1) an die Mittelfranken ging.

Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel vergab damit vor 9665 Zuschauern eine große Chance, sich im Abstiegskampf ein Stück von der Konkurrenz abzusetzen, und muss unvermindert um den Ligaverbleib zittern.

 

Ausschlaggebend für den herben Rückschlag war eine ganz schwache Vorstellung in der Defensive. Fortuna verstand es nie, sich auf den überragenden Rechtsaußen Veton Berisha einzustellen, und der Norweger mit albanischen Wurzeln nutzte seine Freiheiten konsequent. Bereits in der zehnten Minute setzte Berisha einen Sonntagsschuss unhaltbar ins Netz. Zwar stand Robert Zulj in der Sichtlinie von Torhüter Michael Rensing klar im Abseits – doch diesen Fehler von Linienrichter Marcel Göpferich können sich die Düsseldorfer nicht als Ausrede heranziehen. Zu schwach war ihr eigenes Auftreten in der Folge, das sich auch durch den sehenswerten Ausgleichstreffer Sercan Sararers (18.) nicht wesentlich änderte.

Im Abwehrverhalten der Funkel-Truppe stimmte in der ersten Hälfte überhaupt nichts. Axel Bellinghausen hatte auf der linken Seite gegen Berisha stets das Nachsehen und auch ansonsten einen schwarzen Tag erwischt. Beim ersten Tor leistete sich der Routinier den entscheidenden Ballverlust, beim zweiten ließ er den schnellen Norweger wieder einmal entwischen. Kurios: Sowohl Berishas beide Treffer als auch das richtungweisende 3:1 Marco Stiepermanns wurden mit dem jeweils vermeintlich schwächeren Fuß erzielt, von Berisha mit links, von Stiepermann mit rechts. Mit dem Pausenstand war die taumelnde Fortuna sogar noch gut bedient, denn Rensing hielt gegen einen Stiepermann-Schuss prächtig (32.), bei weiteren Chancen half das Glück.

"Wir haben in der ersten Halbzeit sehr, sehr schlecht gespielt. Da haben wir soviel falsch gemacht", sagte ein enttäuschter Funkel bei Sky. Für den 62-Jährigen war es die zweite Niederlage im vierten Spiel. Zuletzt war die Fortuna 2009 drittklassig gewesen, doch daran mag Funkel vor dem Heimspiel am Freitag gegen St. Pauli nicht denken: "Wir sind noch 15., den Platz wollen wir unbedingt verteidigen. Die Mannschaft hat Charakter, das werden wir zeigen."

Zur Pause brachte Funkel Lukas Schmitz für Bellinghausen, doch dass der Fürther Druck geringfügig nachließ, hatte eher damit zu tun, dass sich die Gastgeber überwiegend darauf beschränkten, das Ergebnis zu verwalten. Es gelang ihnen nahezu problemlos, da sich zu Fortunas erschreckenden Defensivschwächen große Harmlosigkeit im Angriff gesellte. Die besten Chancen hatte noch der frühere Fürther Nikola Djurdjic, doch in der 62. Minute lenkte Torhüter Sebastian Mielitz seinen Schlenzer um den Pfosten, sechs Minuten später schoss der Serbe aus guter Position über den Kasten. Und dann kam auch noch Pech hinzu, als Mielitz einen Kopfball des eingewechselten Joel Pohjanpalo an die Latte lenkte (74.). Unterm Strich boten die Düsseldorfer jedoch eine ganz schwache Vorstellung, mit der es ganz schwer würde, die Klasse zu erhalten. In den verbleibenden vier Partien, beginnend mit dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli am Freitag, bedarf es einer klaren Leistungssteigerung.

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