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Fortuna Düsseldorf
"Lumpis" Abschied: Traurig, aber logisch

Porträt: Andreas Lambertz: Fortune in allen Ligen
Porträt: Andreas Lambertz: Fortune in allen Ligen FOTO: Falk Janning
Meinung | Düsseldorf. Fortuna Düsseldorf und Andreas Lambertz gehen ab dem kommenden Sommer getrennte Wege. Dieser Satz schien bis vor einigen Monaten undenkbar, nun ist er aber Realität. Aufgrund der jüngsten Entiwcklung ist es das Beste für alle Beteiligten.  Von Christoffer Kleindienst

Eigentlich hatte es sich ja schon im Sommer sanft angekündigt: Um ein Jahr wurde "Lumpis" Vertrag nur verlängert, Kapitän war unter dem damaligen Cheftrainer Oliver Reck nicht mehr die Fortuna-Ikone, sondern Teamkollege Adam Bodzek. Auf lediglich zwei Startelfeinsätze kam er bisher, auch unter Taskin Aksoy hatte er keine besseren Karten – der Interimstrainer bevorzugte selbst bei Personalmangel den etatmäßigen Linksverteidger Lukas Schmitz im zentralen defensiven Mittelfeld. 

 

Dass es in der kommenden Saison anders gekommen wäre, ist zumindest anzuzweifeln: Der kommende Chefcoach Frank Kramer würde auch aus der Ferne keinen Leistungsträger ziehen lassen. So aber wurde "Lumpi" ein Vertrag vor allen Dingen aufgrund seiner Verdienste in der Vergangenheit angeboten. Der Kontrakt beinhaltete deutliche Kürzungen und verbesserte Lambertz' Aussicht auf mehr Spielzeit nicht. Es war eine folgerichtige Lösung. 

Ebenso wie die Entscheidung der "ewigen Nummer 17". Es gibt Trainer, die den kämpferischen und aufopfernden, wenn auch nicht filigranen Spielstil des 30-Jährigen schätzen. Er wird einen Verein finden, in dem er gesetzt sein wird. Als Bankdrücker oder gar Aushilfe in der U23 der Düsseldorfer hätte hingegen weiter nur sein Image gelitten. 

Nun verlässt er den Verein als "Legende" und "Ikone" – ein paar Jahre später kehrt er als Nachwuchstrainer zurück. So dürfte der Abschied von "Lumpi" am 25. Mai, dem letzten Spieltag der aktuellen Saison, vielen Fans zumindest ein wenig leichter fallen.

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