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Fortuna Düsseldorf
Schon wieder eine neue Situation für Adam Bodzek

Fortuna Düsseldorf: Adam Bodzek erhält bei RB Leipzig neue Chance
Adam Bodzek (l.) erhält in Leipzig wohl eine neue Chance. FOTO: dpa, skm soe
Düsseldorf. Gegen Bielefeld überzeugte der Routinier. Am Freitag in Leipzig (18.30 Uhr/Live-Ticker) wird er wohl spielen – aber Madlung lauert. Von Matthias Goergens und Bernd Jolitz

Adam Bodzek musste lange darben. Sechs Zweitliga-Spieltage lang kam der 30-Jährige für die Fortuna nicht zum Einsatz. "Für jeden Spieler ist das schwer. Wir arbeiten ja in der Woche dafür, berücksichtigt zu werden", sagt Bodzek. Gegen Arminia Bielefeld kehrte er jüngst als Innenverteidiger zurück in die Startelf - und hatte wieder Spaß, weil die Düsseldorfer 1:0 gewannen und mit ihm kein Gegentor kassierten.

Beinahe logisch also, dass der frühere Kapitän am Freitag in Leipzig erneut in der Startelf steht. Das wird aller Voraussicht nach auch so sein, doch wie lange wird er seinen Platz halten können? Der Konkurrenzdruck in der Abwehrzentrale hat sich durch die Verpflichtung Alexander Madlungs am Mittwoch weiter erhöht, und das ist auch das Ziel, das Sportdirektor Rachid Azzouzi und Trainer Frank Kramer mit dem Transfer verfolgten.

Dabei hatte Kramer den sechsköpfigen Abwehrverbund mit Viererkette und defensiven Mittelfeldspielern schon gegen Bielefeld ordentlich durcheinander gewirbelt. Bodzek war eine von drei personellen Änderungen. "Mit einer veränderten Abwehr gleich zu Null gespielt, das ist doch prima", sagt Azzouzi. Es zeige, dass es Alternativen im Kader gebe. "Und das gilt nicht nur für Adam Bodzek. Jeder hat im Training die Möglichkeit, sich ins Team zu spielen." Was im bisherigen Saisonverlauf auch ein ums andere Mal passierte, und zum ersten Mal hatten größere Veränderungen in der Startelf wirklich positive Auswirkungen auf das Endergebnis.

Klar ist, dass gerade die hinterste Reihe eines Teams vor dem Torwart einer gewissen Harmonie und Feinabstimmung bedarf. Änderungen dürften dabei aber nicht ausgeschlossen sein, meint Bodzek: "Es sind ja keine fremden Leute, mit denen man dann aufläuft. Im Training ist genug Gelegenheit, das einzustudieren, und dann sollte das im Spiel auch ganz gut klappen." In Leipzig jedoch wohl noch nicht mit Madlung – nur zwei Trainingseinheiten mit den neuen Kollegen sind doch ein bisschen arg wenig.

Ansonsten lässt sich Kramer in Sachen Startaufstellung nicht in die Karten schauen und findet dabei in Azzouzi einen Verbündeten: "Jeder kann sich im Training anbieten. Aber dann geht es auch darum, die Möglichkeit nachhaltig zu nutzen." Bodzek dürfte das jetzt getan haben und wird gegen Madlung den Kampf um einen Stammplatz aufnehmen. Der 30-Jährige mahnt jedoch, dass am Freitag eine ganz andere Aufgabe warte als zuletzt: "Wir müssen Leipzig gut bearbeiten, dann wird es ein spannendes Spiel." Der Schlüssel sei leidenschaftlicher Einsatz wie gegen Bielefeld: "Das Gefühl des Sieges und sich als Team gegen ein Gegentor gestemmt zu haben, gibt uns Selbstbewusstsein."

Quelle: RP
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