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Fortuna Düsseldorf
Bodzek kämpft um seinen Platz

Bodzek trainiert noch nicht mit dem Team
Bodzek trainiert noch nicht mit dem Team FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Die Länderspielpause neigt sich für Fortuna Düsseldorf dem Ende zu, am Montagabend trifft das Team auf Tabellenschlusslicht FC St. Pauli. Der angeschlagene Adam Bodzek schuftet nach seiner Innenbanddehnung für das Comeback. Die Konkurrenz hat zugenommen. Von Christoffer Kleindienst

Mitte vergangener Woche musste man schon befürchten, dass die Saison für Kapitän Adam Bodzek gelaufen sei. "Das Knie ist kaputt", sagte der Defensivspieler nach einem Zusammenprall beim Training. Ein denkbar unpassender Zeitpunkt für den Deutsch-Polen, der am Spieltag zuvor seinen ersten Startelfeinsatz unter Interimstrainer Taskin Aksoy erlebt hatte. Immerhin: Wenige Stunden später relativierte er die Aussage bereits, am Tag darauf kommunizierte Fortuna Düsseldorf, dass Bodzek eine Innenbanddehnung im Knie erlitten habe.

Keine lange Pause also, allerdings unterbrach die Blessur den Aufwärtstrend des 29-Jährigen jäh. Trotz Aksoys Erklärung, dass er Bodzek sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld spielen lassen könne, sieht er ihn offenbar mehr im Mittelfeldzentrum. In den Trainingseinheiten ließ er ihn zumeist auf der "Sechser"-Position spielen, bei den Pflichtspielen war aber bisher immer das Duo Sergio da Silva Pinto und Oliver Fink gesetzt.

Erst als sich Innenverteidiger Bruno Soares am Oberschenkel verletzte, durfte Bodzek wieder in die Startelf rücken. Zwar wackelte die Defensive beim 2:0 gegen den SV Darmstadt bedenklich, sie fiel aber nicht. Auch dank eines überragenden Michael Rensings im Tor blieben die Düsseldorfer das erste Mal seit sechs Spielen ohne Gegentreffer. Das Startelf-Comeback von Bodzek konnte also gelungen verbucht werden. 

Porträt : Adam Bodzek: Der Leader von Fortuna Düsseldorf FOTO: rpo, Falk Janning

"Man kann davon ausgehen, dass er in Hamburg fehlen wird"

Die Innenbanddehnung wirft Bodzek erneut zurück – vor allem, wenn er beim Spiel gegen den FC St. Pauli am Montag (20.15 Uhr, Live-Ticker)  fehlen sollte. Normalerweise wird eine solche Verletzung nicht innerhalb anderthalb Wochen vollends kuriert, auch der Verein ließ verlauten, dass der Kapitän in Hamburg wohl fehlen werde: "Man kann davon ausgehen, dass er nicht gegen St. Pauli spielen kann." Aber: Bodzek schuftet hart für sein Blitz-Comeback. 

Bereits am Mittwoch absolvierte der Defensivspieler seine erste kurze Laufeinheit, am Donnerstag  lief er erneut seine Runden. Bereits in den Tagen zuvor hielt er sich mit einem straffen Athletikprogramm fit.

Urbans Beförderung sorgt für mehr Konkurrenzkampf

Ein Einsatz in Hamburg ist zwar unwahrscheinlich, allerdings hinterlässt das Pensum des Kapitäns bleibenden Eindruck. Allerdings muss Bodzek auch hart schuften, denn der Druck auf ihn ist seit der Entlassung des ehemaligen Cheftrainers Oliver Reck deutlich gestiegen, Bodzek muss um seine Spielminuten massiv kämpfen. 

Die Personalie rund um Robin Urban befeuert den Konkurrenzkampf weiter. Der aus der U23 beförderte Innenverteidiger ersetzt Rechtsverteidiger Christian Weber in der ersten Mannschaft. Somit wählt Aksoy demnächst aus fünf potentiellen Innenverteidigern für zwei vakante Positionen – davon ist eine durch Jonathan Tah sicher besetzt. Urban ist zwar noch unerfahren, Interimscoach Aksoy kennt den 20-Jährigen aber aus seiner Zeit als U23-Trainer. Der Youngster gehörte dort zu den Leistungsträgern. "Robin ist ein hochtalentierter Spieler, der nun einen nächsten Schritt in seiner Entwicklung gehen soll", lobt der Fußballlehrer seinen Schützling. Ihlas Bebou kam unter ähnlichen Voraussetzungen zu seinen ersten Spielminuten und scheint nun vorerst gesetzt in der Startelf. 

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